Vor der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg stehen mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr und Einsatzkräfte. Zu sehen ist auch ein Schild der Schule.
Vor der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg stehen mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr und Einsatzkräfte. Zu sehen ist auch ein Schild der Schule.
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An der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg ist heute Gas ausgetreten. Die Schule und eine benachbarte Schule wurden geräumt.
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An der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg ist heute Gas ausgetreten. Die Schule und eine benachbarte Schule wurden geräumt.

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Gas-Austritt in Würzburg: Rund 2.000 Schüler evakuiert

Gas-Austritt in Würzburg: Rund 2.000 Schüler evakuiert

Für die Schülerinnen und Schüler der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg war es heute ein etwas anderer erster Schultag. In dem Berufsbildungszentrum ist Chlorgas ausgetreten. Rund 2.000 Schüler wurden evakuiert. Inzwischen ist die Ursache gefunden.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Der 16-jährige Eric wird seinen ersten Schultag in der 11. Klasse so schnell nicht vergessen. Denn dieser erste Tag war einerseits sein kürzester Schultag überhaupt. Kaum war er an der Schule angekommen und hatte seine Sachen abgestellt, dröhnte der Feueralarm. Beim Schwimmbad sei ein Chlorgas ausgetreten, alle Personen müssen das Gebäude und die Nebengebäude umgehend verlassen. "Das Witzige war, wir haben noch kurz vorher durchgesprochen, wie man sich bei einem Feueralarm verhält, wo man hinmuss und so weiter", sagt er. Dadurch sei die Evakuierung reibungslos abgelaufen, auch wenn manche zunächst dachten, der Alarm sei nur zur Probe.

Am Nachmittag fühlt es sich für ihn aber so an wie einer seiner längsten Schultage. Wie viele andere der Schulgemeinschaft der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg harrt er nach der Evakuierung über Stunden in der Nähe des Gebäudes aus und wartet. "Meine Tasche ist noch drin, Portemonnaie und alles", sagt er. Erst als die Feuerwehr am Nachmittag Entwarnung gibt, dürfen die Schülerinnen und Schüler wie Lehrkräfte wieder an ihre Sachen.

Ursache für Gas-Austritt

Was war geschehen? Am Vormittag um kurz vor 10 Uhr rückte die Feuerwehr in Würzburg mit einem Großaufgebot zur Franz-Oberthür-Berufsschule aus. "Dort sind wohl fälschlicherweise zwei Mittel miteinander kombiniert worden, die für die Desinfektion des Schwimmbads genutzt werden", sagt Einsatzleiter Thorsten Ante von der Berufsfeuerwehr Würzburg dem BR.

Weil das Schwimmbadwasser als dritter Komponente in der Dosieranlage gefehlt hat, hätten die zwei Mittel eine unerwünschte chemische Reaktion ausgelöst. "Und das hat dann dazu geführt, dass wir jetzt insgesamt 14 betroffene Personen hatten, von denen zehn ins Krankenhaus transportiert worden sind, vornehmlich mit Atemwegsreizungen", so Thorsten Ante. Zu den genauen Umständen des Betriebsunfalls ermittelt nun die Polizei.

Rund 2.000 Schüler verlassen schnell das Gebäude

Das Verhalten der Schulleitung lobt der Feuerwehrmann ausdrücklich: Die Mitarbeiter der Schule hätten die rund 2.000 Schüler vorbildlich schnell evakuiert und die Zufahrten freigehalten. "Das haben Schüler wie Lehrkräfte wie das komplette Einsatzpersonal der Polizei, der Sanitäter und der Feuerwehr hoch professionell gewuppt und ich bin mega stolz, dass es so abgelaufen ist", sagt eine sichtlich von den Ereignissen betroffene Schulleiterin Simone Aslanidis.

Trotz allem Ärgernis beweise der Vorfall, dass die Probealarme der Schule etwas bringen, resümiert sie. Am Nachmittag gab die Feuerwehr dann Entwarnung: Die Einsatzkräfte konnten das Gemisch schnell bergen und neutralisieren.

Hintergrund: Franz-Oberthür-Schule für technische Berufe

In der Franz-Oberthür-Schule sind die Städtische Berufsschule für gewerblich-technische Berufe, die für Maschinenbau und die Städtische Fachschule für Technik untergebracht. Die beiden Schulen teilen sich den Innenhof. Heute um 9.00 Uhr hat die Fachschule für Technik in den Fachrichtungen Elektrotechnik und Maschinenbautechnik die Einschulung in der Aula gefeiert. Unterrichtsbeginn für die anderen Klassen war um 7.50 Uhr. Eric und seine Freunde hätten nicht gedacht, dass sie sich so schnell nach den Sommerferien auf einen "normalen" Schultag freuen würden.

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