Der Königsplatz in München war am Samstagnachmittag voller Fahnen. Rund 1500 Menschen haben sich dort versammelt, um gemeinsam für Frieden im Iran zu demonstrieren. Organisiert hatte die Veranstaltung die Bonjad Ashna Kulturstiftung. Nach Angaben des Organisators Madjid Rahimi sind die meisten der Demonstrationsteilnehmer Monarchisten gewesen. Rahimi sagte dem BR: "Keiner ist im Iran zufrieden mit diesem Regime. Fast jede Familie hat ein Opfer zu beklagen, das durch das Regime ermordet wurde."
Viele iranische Flaggen mit Löwe und Schwert
Viele der Teilnehmer hatten iranische Flaggen dabei, die das bis 1979 offizielle Motiv mit Löwe und Schwert zeigten. Häufig waren auch Bilder von Reza Pahlavi zu sehen, dem Sohn des letzten Schahs. Pahlavi lebt seit dem Sturz seines Vaters 1979 und dem Beginn der Islamischen Revolution in den USA. Die iranischen Monarchisten hoffen, das Pahlavi eine Übergangsregierung anführt. Pahlavi bezeichnet sich in den Medien als neutral, er wolle den "Übergang" im Iran anführen und das Land in eine "demokratische Zukunft" führen.
Skepsis gegenüber den Friedensverhandlungen
Die Demonstrierenden hoffen auf ein baldiges Ende des Krieges, aber sind skeptisch, was die laufenden Friedensverhandlungen in Pakistan angeht. Die Demonstrierenden zogen nach einer einstündigen Auftaktveranstaltung auf dem Königsplatz gemeinsam zum Prinz-Carl-Palais. Dort, vor dem Konsulat der USA, war die Abschlusskundgebung geplant. Laut Polizeiabgaben verlief die gesamte Demonstration friedlich.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, die Demonstration sei von The Munich Circle organisiert worden. Die Demonstration wurde jedoch von der Bonjad Ashna Kulturstiftung angemeldet. Auch die Polizei hat die Teilnehmerzahl von 600 auf 1500 aktualisiert. Wir haben diesen Artikel am 13.4.26 korrigiert.
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