Verschiedene Kosmetikartikel Verpackungen ohne Etikett.
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Geld zurück für Kosmetikverpackung
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Geld zurück für Kosmetikverpackung

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Geld zurück für Kosmetikverpackung – wäre Mehrweg hier machbar?

Geld zurück für Kosmetikverpackung – wäre Mehrweg hier machbar?

Sechs Millionen Tonnen Abfall aus Kunststoff gibt es jedes Jahr in Deutschland. Nur ein Drittel davon kann recycelt werden. Deshalb plädiert die Aktion "Eine Woche ohne Plastik" dafür, den Verpackungsmüll zu vermeiden oder auf Mehrweg zu setzen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Instagram am .

Mittagszeit im Einkaufszentrum München-Neuperlach. Es ist wenig los an den Pfandautomaten. Ein paar Kundinnen und Kunden geben am Automaten ihre Pfandflaschen zurück. Was hier besonders ist: Man kann auch Kosmetikverpackungen im Automaten versenken und bekommt pro Stück 29 Cent zurück. Der Automat macht die Verpackungen nicht kaputt, sondern sammelt sie – ähnlich wie bei Glasflaschen. Die Kundinnen finden das gut, weil "es wird ja doch Plastikmüll in den normalen Hausmüll geworfen". Wenn es Pfand zurückgibt, dann würde die Verpackung eher zurückgebracht, so die Hoffnung einiger Kunden.

Mehrweg-System für Kosmetikverpackungen seit Oktober im Test

Das Mehrweg-System wird in München seit Oktober 2025 getestet und soll zunächst klären, ob die 29 Cent ein Anreiz sein können, Kosmetikverpackungen im Supermarkt zurückzubringen. Neben Kaufland beteiligt sich auch die Bio-Kette Vollcorner an dem Versuch. 13 Produkte können zurückgegeben werden, von verschiedenen Herstellern.

Für Alisa Kohler von Kaufland ist es wichtig, dass die Kunden die Verpackungen einfach und bequem zurückgeben können, das sei entscheidend. Deswegen nehmen die Automaten Pfand jeglicher Art und Menge zurück. "Kunden können bei uns jegliche Flaschen und eben jetzt auch in dem Test leere Naturkosmetikverpackungen am Pfandautomaten zurückgeben, erhalten einen entsprechenden Bon, den sie dann bei ihrem Einkauf an der Kasse einlösen können", erklärt Alisa Kohler.

BR24 auf Instagram: Pfand für Kosmetikverpackungen

Zwischenbilanz im Herbst

Im Herbst wird mit den Herstellern eine Zwischenbilanz gezogen. Auch andere Systeme testen aktuell Mehrwegverpackungen für Kosmetika. Denn die neue EU-Verpackungsverordnung sieht eine Recyclingquote von 70 Prozent vor, das entsprechende Gesetz kommt 2028.

Umweltexperte Ralph Mückstein vom Umweltbundesamt (UBA) findet die Entwicklung prinzipiell gut, denn es gebe das übergeordnete Ziel, Verpackungsabfall zu vermeiden. Und das wäre einer der größten Schritte, die wir machen könnten: "Mehrwegsysteme zu etablieren, wo es sinnvoll ist, wo es sich lohnt, wo es skalierbar ist." Und dafür gebe es viele Packgüter, wo es machbar sei, sie wieder zu befüllen und die Verpackung erneut zu verwenden, so Mückstein.

Kunststoff schwer zu recyceln – besser meiden oder Mehrweg

Das Problem bei vielen Kunststoffen: Sie sind beschichtet, gefärbt oder setzen beim Schmelzen schädliche Gase frei – alles nicht gut für die Umwelt. Deshalb gilt es, Plastikmüll zu vermeiden oder zumindest Mehrwegverpackungen zu nutzen. Dafür wirbt auch die Aktion "Eine Woche ohne Plastik" [externer Link].

Einheitlicher Standard wäre ideal

Allerdings: In einer idealen Welt, so Umweltexperte Mückstein, wäre dieses Mehrwegsystem einheitlich. "Aber man hat gesagt, man überlässt das den Unternehmen, und da bleibt es abzuwarten, was die Unternehmen draus machen." Ein einheitlicher Standard wäre seine ideale Vorstellung, weil das "einiges leichter machen würde".

Kunden besser über Mehrweg-System informieren

Die Kundinnen im Neuperlacher Einkaufszentrum sind jedenfalls zuversichtlich, dass das Pfandsystem funktionieren könnte, wenn die Kunden besser darüber informiert wären. Ein Pfandsystem könnte ein Anreiz für die Rückgabe sein – so ihre Hoffnung.

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