Blick auf die nächtliche Wiesn am 5.10.2025, zu sehen aus der Vogelperspektive die Festzelte der Brauereien und die Türme von Paulaner und Löwenbräu. (Archivbild)
Blick auf die nächtliche Wiesn am 5.10.2025, zu sehen aus der Vogelperspektive die Festzelte der Brauereien und die Türme von Paulaner und Löwenbräu. (Archivbild)
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Giesinger Bräu will per Bürgerentscheid auf die Wiesn - dorthin, wo Paulaner, Löwenbräu und vier weitere Brauereien schon sind. (Archivbild)
Bildrechte: picture alliance/dpa | Matthias Balk
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Giesinger Bräu will per Bürgerentscheid auf die Wiesn - dorthin, wo Paulaner, Löwenbräu und vier weitere Brauereien schon sind. (Archivbild)

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Giesinger Bräu will auf die Wiesn - per Bürgerentscheid

Giesinger Bräu will auf die Wiesn - per Bürgerentscheid

Das Oktoberfest hat nicht nur eine lange Tradition, sondern ist auch ein großes Geschäft. Nur sechs Brauereien dürfen derzeit dort Bier ausschenken, die Zugangsregeln sind streng. Giesinger Bräu will die siebte werden und hofft auf den "Volkswillen".

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Mit einem Bürgerentscheid will die Brauerei Giesinger Bräu ihre Zulassung zum Münchner Oktoberfest erzwingen. Bei der Eröffnung ihres Starkbierfestes am Donnerstag hat sie deshalb ein entsprechendes Bürgerbegehren gestartet. Bis zur 20-Jahr-Feier der Brauerei am 23. Juli sollen nun mindestens 35.000 Unterschriften gesammelt werden, so dass das nötige Quorum erreicht wäre. Brauerei-Gründer und Geschäftsführer Steffen Marx ist überzeugt, dass das gelingen wird.

Politiker unterschreiben als Erste

Zu den ersten Unterzeichnern gehörten der frühere Wiesn-Chef und jetzige OB-Kandidat Clemens Baumgärtner (CSU), der beim Starkbierfest auch das Anzapfen übernommen hatte, sowie die Stadträte Lars Mentrup (SPD) und Sebastian Weisenburger (Grüne). Wird das Bürgerbegehren für zulässig erklärt, sollen die Münchner über folgende Frage abstimmen: "Bist Du dafür, dass die Landeshauptstadt ab 2027 auch den Ausschank von Bier der Brauerei Giesinger Bräu auf dem Münchner Oktoberfest erlaubt?"

Strenge Regeln für Brauereien

Beim Oktoberfest darf nur echtes Münchner Bier ausgeschenkt werden – gebraut innerhalb der Stadtgrenzen, nach dem Reinheitsgebot und mit Wasser aus einem Münchner Tiefbrunnen. Giesinger Bräu erfülle diese Kriterien, betont die Brauerei. Bislang lassen die Betriebsvorschriften der Stadt für die Wiesn aber nur Bier der sechs etablierten Münchner Traditionsbrauereien zu: Augustinerbrauerei, Hacker-Pschorr-Brauerei, Löwenbrauerei, Paulanerbrauerei, Spatenbrauerei und Staatliches Hofbräuhaus.

Schon länger und immer deutlicher hatte Steffen Marx deutlich gemacht, dass Giesinger Bräu ebenfalls dazu gehören will. Für das Bürgerbegehren habe man sich dann nach "Signalen aus der Politik" und dem "einen oder anderen Tipp" entschieden. Demnach müsse die Stadt "was in der Hand haben, womit sie arbeiten kann", sagte Marx im Gespräch mit dem BR.

Erst das Bier, dann das Zelt

Die Änderung der Betriebsvorschriften und damit die Zulassung einer siebten Brauerei als Lieferant für das Oktoberfest seht Marx allerdings nur als "ersten Schritt". Längerfristig kann er sich auch auch ein eigenes Wiesnzelt vorstellen. Wie dieses aussehen könnte, hatte er beim Starkbierfest im vergangenen Jahr bereits skizziert. Einen möglichen Zeitpunkt dafür will er aber auch heuer noch nicht nennen: "Ein Schritt nach dem anderen!"

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