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Grundsicherung kommt: Gerechter oder existenzgefährdend?

Grundsicherung kommt: Gerechter oder existenzgefährdend?

Erst hieß es Hartz IV, dann Bürgergeld und künftig Grundsicherung. Mit der Namensänderung der Sozialleistung hat der Bundestag am Donnerstag weitere Neuerungen beschlossen. Das sorgt für Zustimmung und Kritik – das war unser Thema bei BR24.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Der Bundestag hat am Donnerstag über die Reform des Bürgergeldes abgestimmt. Die Sozialleistung wird damit in eine neue Grundsicherung umgestaltet. Die Bundesregierung verspricht sich davon, dass mehr Menschen in Arbeit gebracht werden können.

Für die rund 5,5 Millionen Empfänger und Behörden soll dadurch vieles einfacher werden. Denn: Verschiedene Leistungen wie Wohngeld und Kindergeld würden gebündelt. Und: Wer Arbeitsangebote des Jobcenters ohne triftigen Grund wie etwa Krankheit verstreichen lässt, muss mit stärkeren Sanktionen rechnen.

Unsere BR-Korrespondentin Kirsten Girschick in Berlin hat die heutige Bundestagsdebatte nochmal für uns Revue passieren lassen. Während Wirtschaftsverbände die Änderungen begrüßen, kommt von Sozialverbänden teils scharfe Kritik. Der Paritätische beklagt etwa, dass die Wohnkosten bereits ab dem ersten Tag der Bedürftigkeit gedeckelt werden und Sanktionen künftig bis zum Komplettentzug gehen könnten, einschließlich der kompletten Streichung von Wohnkosten. Verband-Geschäftsführerin Katja Kipping hat die Kritikpunkte in unserer Sendung BR24live um 16 Uhr erläutert. Das Video zum Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Damit die neue Grundsicherung am 1. Juli 2026 in Kraft treten kann, sind noch weitere Schritte nötig. So muss der Bundesrat den Änderungen noch zustimmen. Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte hat bereits Zustimmung zu den Plänen signalisiert. Mit Einsparungen in Milliardenhöhe – wie ursprünglich angekündigt – rechnet er aber nicht.

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