"Haaß sensa, kold wernsa!": Wer diesen Ruf in der Hofer Innenstadt hört, weiß, dass einer der Wärschtlamänner in der Nähe ist – mit einem Messingkessel voller heißer Knacker, Wienerla oder Bauernwürste vor dem Bauch. Seit 155 Jahren gehören die Würstchenverkäufer zum Hofer Stadtbild. Ein Denkmal wurde dem Wärschtlamo bereits gesetzt, jetzt folgt seine Verewigung als Ampelmännchen. Dafür brauchte es allerdings zwei Anläufe.
Pumuckl machte den Weg frei
Der erste Antrag der Hofer SPD-Fraktion für eine Wärschtlamo-Ampel im Jahr 2021 war gescheitert, weil die Regierung von Oberfranken eine Abweichung von der Ampel-Norm als rechtswidrig eingestuft hatte.
Vier Jahre später staunten die Hofer Stadträte, als in München eine Pumuckl-Ampel erlaubt und eingeweiht wurde. "Was in München geht, muss bei uns auch gehen" - mit diesem Motto erneuerten sie ihren Antrag. Dieser zweite Anlauf hatte Erfolg. Dieses Mal konnte die Regierung nicht ablehnen – Pumuckl sei Dank.
Das "gute Hof-Gefühl" im Blick
Standort der Wärschtlamo-Ampel wird die Pfarrstraße in Richtung Lorenzstraße. Bei Fußgänger-Rot hebt der Wärschtlamo beide Arme, bei Grün sieht man ihn von der Seite mit dem Kessel vor dem Bauch beim Gehen. Die Kosten von 3.000 Euro übernimmt eigenen Angaben zufolge die Hofer SPD-Fraktion. "Jeder Beitrag zum guten Hof-Gefühl hat seinen eigenen Wert", so Stadtrat Patrick Leitl.
Ein genaues Datum für die Einweihung der Ampel gibt es noch nicht, doch es werde "zeitnah" sein, verspricht Leitl.
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