Albrecht Dürers berühmter Hase wird künftig in Nürnbergs Innenstadt als Ampelmännchen - oder besser gesagt Ampelhäschen fungieren. Das hat nun der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) beschlossen und folgt damit einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom Februar.
Ampelhäschen: Dürers Feldhase kommt auf Nürnberger Ampel
Die neue Dürer-Ampel soll an der Äußeren Laufer Gasse/Hirschelgasse installiert werden. Die Ampel wird mit einem roten sitzenden und einem grünen springenden Feldhasen ausgestattet – nach dem weltberühmten Motiv Albrecht Dürers. Das Projekt ist bis zum 31. Dezember 2028 befristet und damit auf zwei Dürer Jubiläumsjahre ausgelegt. 2026 wäre Dürers 555. Geburtstag gewesen, 2028 – im Dürer-Jahr – jährt sich sein Todestag zum 500. Mal.
"Die Dürer-Ampel ist eine kleine Idee mit großer Wirkung. Sie macht Freude, sie stiftet Identität und sie passt zu unserer Stadt", sagt Nasser Ahmed, Fraktionsvorsitzender der SPD und Initiator des Projekts. Die Maßnahme sei "vollständig reversibel und verursacht keine laufenden Betriebskosten", heißt es in einer Mitteilung der Nürnberger SPD-Stadtratsfraktion. Für Herstellung, Einbau und Rückbau der Sonderscheiben sind einmalig rund 4.500 Euro vorgesehen.
Lokale Identität durch besondere Ampelmännchen
Andere Städte nutzen bereits seit Jahren besondere Ampelmotive, um lokale Identität im Alltag sichtbar zu machen. Nun reiht sich erstmals auch Nürnberg mit ein. In München leuchten Ampeln mit homosexuellen Paaren und dem Pumuckl. Eine Ampel mit einem Rollstuhlfahrer ist ebenfalls im Gespräch. In Augsburg gibt es Fußgängerampeln mit dem Kasperl aus der Augsburger Puppenkiste. In Bayreuth lenkt Richard Wagner hier und da die Fußgänger.
Besondere Ampelmännchen auch in Coburg und Dachau
Seit kurzen gibt es auch rund um den Marktplatz im oberfränkischen Coburg Ampeln mit einem Männchen, dass eine Coburger Bratwurst in der Hand hält. Denn dort ist man besonders stolz auf die eigene Variante der Bratwurst. Sie ist lang und schmal und soll nun auch für Fußgänger ein Augenschmaus sein. Prominente Besucher der Stadt, darunter Großbritanniens König Charles, haben die Wurst schon genossen. Als die EU die traditionelle aber krebserregende Bratmethode über Kiefernzapfen verbot, bildete sich in Coburg eine Bürgerinitiative zur Rettung der Bratwurstkultur.
Und auch in Dachau gibt es jetzt besondere Ampeln mit Trachtenpaar: Bei Rot sieht man den Mann mit Gehrock, Hut und Stecken, bei Grün dann die Frau mit langem Miederrock, Haube und Tragekorb. An drei Stellen im Stadtgebiet sind sie zu sehen.
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