Bei einem Lawinenunglück in Österreich sind zwei Snowboarder ums Leben gekommen. Laut Polizei waren die beiden 37-Jährigen am Sonntag (15.02.) zunächst als vermisst gemeldet worden, nachdem sie von einer Tour abseits der Pisten am Stubai-Gletscher in Tirol nicht zurückgekehrt waren. Nach einer mehrstündigen Suche mit Hunden und Drohnen konnten die Leichen schließlich geborgen werden. Nach starkem Schneefall gilt in der Region derzeit die zweithöchste Lawinen-Warnstufe.
Drei Skifahrer sterben bei Lawinenabgang in Italien
In Italien waren am Sonntag zudem drei Skifahrer bei einem Lawinenabgang nahe Courmayeur verschüttet und getötet worden. Die jungen Männer waren abseits der präparierten Pisten in einem Seitental unterwegs. Die Gegend wird oft für Abfahrten im Tiefschnee genutzt. Nach Angaben der Bergwacht kommen alle drei Opfer aus Frankreich. Die Lawinengefahr war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht als besonders hoch eingeschätzt worden.
In diesem Jahr sind bereits mehrere Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben gekommen, so unter anderem auch ein Zwölfjähriger in Österreich.
Skitourengeher stirbt im Allgäu
Auch bei Oberjoch, an der Nordwand des Iseler, ist am Montagvormittag ein 46-jähriger Skitourengeher aus Augsburg von einer Lawine erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann war laut Polizei allein unterwegs und konnte noch einen Notruf absetzen. Nach ersten Informationen konnten die Einsatzkräfte ihn zunächst retten und ins Krankenhaus bringen, doch der Mann erlag seinen Verletzungen.
Lawine bringt Zug in der Schweiz zum entgleisen
Bei einem Zugunglück nach einem Lawinenabgang in der Schweiz ist eine Regionalbahn entgleist. Nach Polizeiangaben wurden rund 30 Insassen in Sicherheit gebracht, nachdem der Zug am Montagmorgen im südlichen Kanton Wallis entgleist war. Fünf Menschen sind neueren Informationen nach verletzt worden.
Der Zugverkehr war nach Angaben des Schweizer Bahnunternehmes SBB zwischen Goppenstein und Brig unterbrochen. Grund sei eine Lawine. Goppenstein liegt am Ende des Lötschberg-Bahntunnels und ist ein wichtiger Umladebahnhof zwischen Schiene und Straße. Bereits am Donnerstag war die Straßenverbindung zwischen dem Lötschental und Goppenstein wegen einer Lawine stundenlang unterbrochen gewesen.
Erhöhte bis hohe Lawinengefahr in den Alpen
Schnee und Regen sorgen derzeit für eine sehr instabile Schneedecke in den Allgäuer Alpen, den Ammergauer und Werdenfelser Alpen. Das teilt die bayerische Lawinenwarnzentrale mit. Für den Montag (16.02.) rechnen die Fachleute mit einer erheblichen Lawinengefahr oberhalb von 1.600 Metern, das entspricht Warnstufe 3 von 5. Das Hauptproblem in allen Höhenlagen sei Triebschnee, also vom Wind verfrachtete Schneemengen. Schon die Belastung durch einzelne Sportler könne Schneebrettlawinen auslösen. An der angespannten Lawinenlage werde sich die Woche über nicht viel ändern, so der Lawinenwarndienst.
Der Lawinenwarndienst Tirol rechnet im Tagesverlauf für die Gebiete Allgäuer Alpen Ost sowie die Lechtaler Alpen oberhalb der Waldgrenze mit großer Lawinengefahr, also Stufe 4. Für Touren und Abfahrten außerhalb gesicherter Pisten seien die Verhältnisse sehr gefährlich, es müsse mit spontanen Lawinen gerechnet werden.
Mit Informationen der dpa und AFP.
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