Im Nahverkehr in Bayern könnte es zu weiteren Warnstreiks kommen.
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Im Nahverkehr in Bayern könnte es zu weiteren Warnstreiks kommen.
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Im Nahverkehr in Bayern könnte es weitere Warnstreiks geben

Im Nahverkehr in Bayern könnte es weitere Warnstreiks geben

Im ÖPNV in Bayern könnte es zu weiteren Warnstreiks kommen. Bei den Tarifverhandlungen konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auch beim dritten Treffen nicht auf einen Kompromiss verständigen. Stattdessen gab es gegenseitige Vorwürfe.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Stillstand im öffentlichen Nahverkehr in Bayern – das hat es in letzter Zeit häufiger gegeben. Denn die Fronten im Tarifkonflikt sind verhärtet. Heute haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern in Nürnberg ein drittes Mal getroffen – ohne Ergebnis.

Es hakt am Verhandlungstisch

Die Positionen beider Seiten liegen noch weit auseinander und sie werfen sich gegenseitig eine Blockadehaltung am Verhandlungstisch vor. Trotzdem sollen die Gespräche in zwei Wochen fortgesetzt werden.

Möglich wäre auch eine von den Arbeitgebern vorgeschlagene Schlichtung. Die Gewerkschaft will nun intern beraten, wie es weitergeht, und schließt erneute Warnstreiks nicht aus. Diese würden den Fahrgästen aber rechtzeitig angekündigt.

Was fordert die Gewerkschaft?

Bei dem Tarifstreit geht es um die 20 Kommunen im Freistaat, die den Nahverkehr noch selbst betreiben und den eigenständigen Tarifvertrag TV-N anwenden. Er gilt für rund 9.000 Kräfte in Führerständen von Bussen, U- und Straßenbahnen, Werkstätten und der Verwaltung.

Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten unter anderem eine Entgeltsteigerung um 668,75 Euro. Das wäre in den untersten Gehaltsgruppen laut Verdi ein Plus von bis zu 16 Prozent. Auch die Arbeitszeit taucht im Forderungskatalog auf. Die soll von jetzt 38,5 auf 35 Stunden die Woche gesenkt werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll künftig 30 Prozent betragen. Bislang gilt es zudem nicht als Arbeitszeit, wenn ein Busfahrer von einer Endstation zu einer anderen Fahrstrecke fahren muss - das soll jetzt vergütet werden.

Was bieten die Arbeitgeber?

Der Kommunale Arbeitgeberverband hat nachgerechnet. Das Paket sei mit einem Volumen von über 25 Prozent zu teuer. Die Finanzierungslücke bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen sei konstant, die Haushaltslage der Kommunen schwierig. Schon beim ersten Treffen hatten sie – was ungewöhnlich in Tarifrunden ist – ein Angebot auf den Tisch gelegt. Unter anderem sollen die Einkommen um mindestens 5 Prozent steigen – allerdings gestreckt auf 24 Monate. Die Arbeitgeber sind bereit, über höhere Zuschläge zu verhandeln. Sie fordern in puncto Arbeitszeit aber auch etwas. Wer will, soll bis zu 42 Stunden in der Woche arbeiten, mit entsprechend höherem Einkommen und Zuschlägen von bis zu 25 Prozent.

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