21.32 Uhr: Ticker für Unterfranken ist zu Ende
Die meisten Stichwahlen in Unterfranken sind ausgezählt. Deshalb beenden wir für den Moment die aktuelle Berichterstattung hier im Ticker. Vielen Dank fürs Mitlesen hier auf BR24!
21.03 Uhr: Würzburger Landrat bleibt im Amt – und ist dankbar
Die Menschen im Landkreis Würzburg haben entschieden – und haben Thomas Eberth (CSU) in seinem Amt als Landrat bestätigt. "Ich bin dankbar, dass die Wähler und Wählerinnen mich mit ihrem Vertrauen und ihrer Stimme ausgestattet haben. Das ist etwas Besonderes", sagte der 50-Jährige am BR-Mikrophon.
Als wichtige Themen im Wahlkampf nennt Eberth das geplante Gips-Bergwerk in Altertheim im Landkreis Würzburg, den Trinkwasser-Schutz und die Bewässerung der Bergtheimer Mulde. Beim Thema Kommunal-Unternehmen habe er als Landrat deutliche Worte sprechen müssen. "Vielleicht habe ich da den einen oder anderen Prozentpunkt verloren", so Eberth. Beim Kommunal-Unternehmen des Landkreises Würzburg ging es um den Vorwurf der Untreue und um einen Millionenschaden.
Der größte Verlierer für Thomas Eberth sei die Wahlbeteiligung.
Eberths Herausforderer Winzenhörlein freut sich – trotz Niederlage – über sein Ergebnis. Er möchte gern erster Stellvertreter des Landrats werden. Auf die Frage, wer seine Wähler und Wählerinnen waren, sagte er: "Leute, die wollen, dass wieder eine bessere Stimmung in die Politik kommt. Die Menschen auch, die für Trinkwasser-Schutz stehen. Das Bergwerk in Altertheim bewegt alle – auch die Bewässerung der Bergtheimer Mulde. Die konnte ich auf meine Seite holen."
20.27 Uhr: Sekt für neuen Main-Spessart-Landrat
Mit Christoph Vogel bekommt der Landkreis Main-Spessart einen Freien Wähler als Landrat. Er war bislang Stellvertreter von Landrätin Sabine Sitter von der CSU. Vogel bekam heute 59,8 Prozent und Sitter 40,2 Prozent.
Der 55-Jährige im BR-Interview: "Ich war beim letzten schon überrascht, dass wir so nah beieinander liegen – vor 14 Tagen. Ich hätte jetzt eher an ein Kopf-an-Kopf-Rennen gedacht. Aber dass das jetzt so deutlich ausgeht, freut mich – weil es eine breite Basis für mich ist für die nächsten sechs Jahre, den Landkreis zu führen."
Die scheidenden Landrätin Sabine Sitter kann sich ihre Niederlage nicht wirklich erklären. "Die CSU hat ihre Landrätin verloren. Wir haben als CSU ein Angebot gemacht und das Angebot ist nicht angenommen worden. Das Ergebnis ist eindeutig. Ich kann es im Moment nicht erahnen, woran es liegt. Aber die Erfolge, die ich aus den letzten sechs Jahren vorzuweisen habe – die sind nicht angekommen", sagte die 51-Jährige dem BR.
Christoph Vogel (Freie Wähler, zweiter von rechts) ist neuer Landrat in Main-Spessart.
20.11 Uhr: Neuer Kitzinger OB Enis Tiz ist dankbar
Enis Tiz (Freie Wähler) ist neuer Oberbürgermeister von Kitzingen. Seine Anhänger und Anhängerinnen haben ihn vor dem Rathaus erwartet und eine Straßenparty mit ihm gefeiert. "Enis, Enis, Enis", haben sie gejubelt. Seine "Fans": quer durch die Gesellschaft – von Kindern bis hin zu Senioren und Seniorinnen – und verschiedene Nationalitäten.
Der 31-Jährige selbst zeigte sich im BR-Interview dankbar: "Erleichterung, Dankbarkeit, Liebe. Wenn sich hier so viele Menschen gefunden haben, die ich bis vor einem halben Jahr gar nicht so gut kannte – das ist schon ein Ausrufezeichen. Gemeinsam von Kitzingen: Darum ging es mir von Anfang an. Ich habe gesagt, ich mach es mit den Menschen und für die Menschen. Den ersten Beweis habe ich heute geliefert."
Noch-Amtsinhaber Stefan Güntner zeigte sich nach seiner Niederlage gefasst: "Ich muss dem Gegenkandidaten Tiz gratulieren. Er hat einen hervorragenden Social Media-Wahlkampf gemacht. Das muss man anerkennen. Ich werde mich jetzt um meine Familie kümmern. Das war für meine Familie eine anstrengende und belastende Zeit. Wir sind froh, dass diese Zeit jetzt froh ist."
Enis Tiz (Freie Wähler), der neue Oberbürgermeister von Kitzingen, wird vor dem Rathaus gefeiert.
19.51 Uhr: Landkreis Würzburg: Ist lange schwarz – und bleibt schwarz
Seit 1949 ist der Landkreis Würzburg von der CSU regiert – und er bleibt auch schwarz: Der amtierende Landrat Thomas Eberth hat sich heute bei der Stichwahl mit 57,8 Prozent der Stimmen gegen Sven Winzenhörlein von den Grünen durchgesetzt. 42,2 Prozent der Menschen im Landkreis haben dem 44-Jährigen ihre Stimme gegeben.
Im ersten Wahlgang war der Unterschied viel deutlicher: Da hatten 43,1 Prozent Eberth gewählt – und Winzenhörlein 17,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung im Landkreis Würzburg liegt bei 56,2 Prozent.
Thomas Eberth ist seit 2020 im Amt. Bei der Wahl vor sechs Jahren musste der 50-Jährige ebenfalls in die Stichwahl.
19.49 Uhr: Amtswechsel in Main-Spessart: Herausforderer setzt sich durch
In Main-Spessart hatten die Menschen die gleiche Wahl wie bei der Stichwahl vor sechs Jahren: zwischen Sabine Sitter (CSU) und Christoph Vogel (Freie Wähler). Aber anders als bei der Wahl 2020 hat sich jetzt Christoph Vogel durchgesetzt. Damit ist die bisherige Landrätin Sitter abgewählt. Vogel war bislang stellvertretender Landrat.
Konkret bekam Vogel heute 59,8 Prozent und Sitter 40,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 55,5 Prozent.
Unterfranken hat trotzdem weiter zwei Landrätinnen: Tamara Bischof (Freie Wähler), die langjährige Landrätin von Kitzingen – und Sonja Rahm (Freie Wähler), neu gewählt im Landkreis Rhön-Grabfeld.
19.32 Uhr: Aschaffenburg: OB Herzing gratuliert Nachfolger Schlemmer
Oberbürgermeister in Aschaffenburg: Amtsinhaber Jürgen Herzing (SPD, links) gratuliert seinem Nachfolger Markus Schlemmer (CSU, rechts).
19.29 Uhr: Geiselbach: Die Ära einer Bürgermeisterin geht zu Ende
Amtswechsel in Geiselbach im Landkreis Aschaffenburg. Hier im Kahlgrund war bislang Marianne Krohnen (CSU) Bürgermeisterin – und mit über 40 Amtsjahren Bayerns dienstälteste Bürgermeisterin. Doch nun kommen keine weiteren Jahre dazu. Krohnen hat in der Stichwahl heute nur 46,3 Prozent der Stimmen geholt und sich damit nicht gegen ihren Herausforderer Jan Maier (Wählergemeinschaft Bürgerforum Geiselbach) durchgesetzt. Er bekam 53,7 Prozent der Stimmen. Maier ist 40 Jahre alt und Fahrzeuglackierer-Meister. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,5 Prozent.
19.26 Uhr: SPD-Hochburg Aschaffenburg: Historische Niederlage für SPD-OB Herzing
56 Jahre lang hatte die SPD-Hochburg Aschaffenburg einen roten Oberbürgermeister – doch Amtsinhaber Jürgen Herzing muss heute eine historische Niederlage einstecken. CSU-Herausforderer Markus Schlemmer ist neuer OB in der größten Stadt am Bayerischen Untermain. Ein Farbenwechsel: rot zu schwarz. Der 57-Jährige lag schon im ersten Wahlgang am 8. März vorne – und hat nun 56,3 Prozent der Stimmen bekommen.
"Ich bin natürlich geflasht und freue mich, dass ich die Mehrheit hinter mir habe. Aber es ist ein knappes Ergebnis. Da heißt es, die anderen durch gute Politik zu gewinnen", so Schlemmer im BR-Interview direkt nach seinem Sieg.
Amtsinhaber Herzing haben 43,7 Prozent der Menschen gewählt. Der 65-jährige Herzing war seit 2020 im Amt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 47,5 Prozent.
"Der Trend der SPD ist in Bund und Land nach unten gegangen. Die letzten sechs Jahre waren sehr schwierig, wir haben die ganzen Krisen gemanagt. Die Niederlage heute nehme ich auf meine Kappe", sagte Herzing. In seiner Amtszeit ist etwa der tödliche Messerangriff in Aschaffenburg passiert, im Januar 2025.
19.17 Uhr: Neuer Schweinfurt-OB: "überwältigend, sowas erleben zu dürfen"
In Schweinfurt hat sich Ralf Hofmann (SPD) klar durchgesetzt, 67,7 Prozent der Menschen haben ihn gewählt. "Dass die Schweinfurterinnen und Schweinfurter mir so ein Mandat geben, mit so einem Ergebnis mir ihr Vertrauen schenken, das ist natürlich überragend", sagte Hofmann im BR-Interview. Für ihn sei es "überwältigend, sowas erleben zu dürfen".
19.06 Uhr: Entscheidungen in Lohr und Klingenberg
Lohr am Main bekommt einen neuen Bürgermeister. Mario Paul (Für Lohr das Beste) unterliegt mit 48,4 Prozent dem CSU-Kandidaten Dirk Rieb. Er kann 51,6 Prozent der Stimmen in der Stichwahl auf sich vereinigen.
In Klingenberg am Main kann René Wolf (FWKR) 62,3 Prozent der Stimmen holen. Hier unterliegt Udo Ackermann (FWT) mit 37,7 Prozent.
18.56 Uhr: Oberbürgermeister von Schweinfurt: SPD-Kandidat gewinnt
Schweinfurt wird rot. Bei der Oberbürgermeisterwahl hat sich der SPD-Kandidat Ralf Hofmann heute klar durchgesetzt. Er bekam 67,7 Prozent der Stimmen. Damit ist die Stadt seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr in den Händen der CSU. Ralf Hofmann wurde bei der Stichwahl von mehreren Parteien unterstützt. Er ist 58 Jahre alt, seit 16 Jahren im Stadtrat und derzeit Geschäftsführer einer Event-Agentur.
Sein Herausforderer war Oliver Schulte von der CSU. Der 46-Jährige bekam bei der Stichwahl 32,3 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 39,9 Prozent.
SPD-Kandidat Ralf Hofmann ist Oberbürgermeister von Schweinfurt
18.50 Uhr: BR-Reporter live im BR Fernsehen und im Radio
Ein spannender Stichwahl-Abend: Unsere Reporter und Reporterinnen halten Sie auch im BR Fernsehen und in den BR-Radioprogrammen auf dem Laufenden. BR-Korrespondent Pirmin Breninek ist zum Beispiel in Karlstadt im Landkreis Main-Spessart.
Hier liegt Christoph Vogel von den Freien Wählern mit 60,3 Prozent der Stimmen vor Landrätin Sabine Sitter (CSU) mit 39,7 Prozent.
BR-Korrespondent Pirmin Breninek bei der Stichwahl in Karlstadt im Landkreis Main-Spessart.
18.47 Uhr: Kitzingen: Politik-Neuling entscheidet das Rennen für sich
Es war ein spannendes Rennen zwischen dem Politik-Neuling und dem Amtsinhaber in Kitzingen – doch der Neuling hat es für sich entschieden. Enis Tiz von den Freien Wählern ist neuer Oberbürgermeister von Kitzingen. Er hat 55,3 Prozent der Stimmen bekommen. Stefan Güntner von der CSU ist mit 44,7 Prozent unterlegen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 47,6 Prozent.
Im Vergleich zum ersten Wahlgang am 8. März: Damals hat der noch amtierende Oberbürgermeister 45,1 Prozent erreicht und Enis Tiz 40,0 Prozent.
Enis Tiz ist 31 Jahre alt und arbeitet als Bau-Jurist im Landratsamt. Bis vor ein paar Monaten war er noch gar nicht politisch aktiv.
18.35 Uhr: Kuriose Wahl in Mittelsinn mit knappem Ergebnis
Eine kuriose Stichwahl ist in Mittelsinn im Landkreis Main-Spessart zu Ende gegangen: Dort standen zwei Kandidaten auf dem Stimmzettel, doch nur einer wollte Bürgermeister werden. Und er hat jetzt auch gewonnen: Phillipp Kuhn (CSU-SPD-UB) konnte 52,5 Prozent der Stimmen in der Stichwahl auf sich vereinigen. Unterlegen in der Stichwahl ist Dirk Schiefer (EB) mit 47,5 Prozent der Stimmen.
Bei der Wahl am 8. März war der 35-jährige Philipp Kuhn der einzige Kandidat – angetreten für CSU, SPD und Unabhängige Bürger (UB). Kuhn ist seit drei Jahren Dritter Bürgermeister in Mittelsinn. Doch Wähler hatten Amtsinhaber Dirk Schiefer (gleiche Parteien) selbst auf den Stimmzettel geschrieben.
- Die Vorgeschichte im Artikel: Zwei Kandidaten bei Stichwahl – aber nur einer will es werden
18.29 Uhr: SPD-Hochburg Aschaffenburg: CSU-Mann liegt vorne
In der SPD-Hochburg Aschaffenburg sind 53 von 85 Wahlbezirken ausgezählt – und CSU-Kandidat Markus Schlemmer liegt mit 57,7 Prozent klar vorne. Amtsinhaber Jürgen Herzing von der SPD hat derzeit 42,3 Prozent erreicht.
18.22 Uhr: SPD in Schweinfurt klar vorn
Über die Hälfte der Stimmen für den Oberbürgermeister-Posten sind ausgezählt in der Stadt Schweinfurt. Der SPD-Kandidat Ralf Hofmann liegt aktuell klar vorne. Nach 31 von 54 ausgezählten Wahlbezirken hat er 69,3 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Oliver Schulte (CSU) hat 30,7 Prozent.
18.14 Uhr: Stichwahlen: Favorit ist nicht automatisch der Gewinner
Bei einer Stichwahl gilt meistens der oder die Erstplatzierte des ersten Wahlgangs als Favorit/Favoritin. Doch manchmal gibt es Überraschungen – etwa in der Vergangenheit in der Stadt Würzburg. Die Wahl 2008 gilt als eine der spannendsten in der Stadtgeschichte: Oberbürgermeisterin Pia Beckmann von der CSU lag mit 41,3 Prozent klar vorn. SPD-Kandidat Georg Rosenthal hatte nur 24,7 Prozent der Stimmen bekommen.
Doch bei der Stichwahl zwei Wochen später hat Außenseiter Rosenthal das Rennen gemacht. Mit 52,2 Prozent hatten ihn die Menschen zum neuen Würzburger OB gewählt. Er hat Beckmann nach nur einer Amtszeit abgelöst.
Mit Blick auf die aktuellen Ergebnisse liegen zumindest in der Stadt Kitzingen und dem Landkreis Main-Spessart der jeweilige Herausforderer vorne. Allerdings sind hier auch noch weniger als die Hälfte der Stimmen ausgezählt, das Ergebnis kann sich also durchaus noch ändern.
18.03 Uhr: Kuriose Stichwahl in Mittelsinn
Eine kuriose Stichwahl gibt es auch in Mittelsinn im Landkreis Main-Spessart: Dort stehen zwei Kandidaten auf dem Stimmzettel, doch nur einer will Bürgermeister werden. Bei der Wahl am 8. März war der 35-jährige Philipp Kuhn der einzige Kandidat – angetreten für CSU, SPD und Unabhängige Bürger (UB). Kuhn ist seit drei Jahren Dritter Bürgermeister in Mittelsinn.
Doch die Wähler und Wählerinnen haben Amtsinhaber Dirk Schiefer (gleiche Parteien) eigenhändig auf den Stimmzettel geschrieben. Der 53-Jährige hat zwei Stimmen mehr bekommen. Zunächst hat Schiefer angekündigt, bei der Stichwahl antreten zu wollen – doch dann hat er einen Rückzieher gemacht. Sein Name steht nun trotzdem auf dem Stimmzettel. Sollte er gewählt werden, werde er das Amt nicht antreten, sagte er dem BR.
17.55 Uhr: Bayerns dienstälteste Bürgermeisterin in der Stichwahl
Marianne Krohnen (CSU) ist die dienstälteste Bürgermeisterin in Bayern: Seit über 40 Jahren ist sie Rathaus-Chefin in Geiselbach im Landkreis Aschaffenburg. Die 74-Jährige will es noch mal wissen und in der Kahlgrund-Gemeinde im Amt bleiben. Doch sie musste in die Stichwahl. Ihr Gegen-Kandidat ist Jan Maier von der Wählergemeinschaft Bürgerforum Geiselbach.
Krohnen hat im ersten Wahlgang 44,8 Prozent der Stimmen geholt, Jan Maier 35,0 Prozent. Maier ist 40 Jahre alt und Fahrzeuglackierer-Meister.
17.46 Uhr: Spannung bei Oberbürgermeisteramt in Kitzingen
In Kitzingen muss Oberbürgermeister Stefan Güntner von der CSU um sein Amt bangen. Der 43-Jährige ist seit sechs Jahren im Amt. Im ersten Wahlgang bei der diesjährigen Kommunalwahl lag er lediglich fünf Prozent vor Politik-Neuling Enis Tiz von den Freien Wählern. Der 31-Jährige ist Bau-Jurist im Landratsamt und war bis vor ein paar Monaten noch gar nicht politisch aktiv.
Oberbürgermeisterkandidaten für Kitzingen: Stefan Güntner (li.) und Enis Tiz
17.24 Uhr: Stichwahl in Aschaffenburg: SPD-Hochburg wackelt
Spannend wird es auch in der SPD-Hochburg Aschaffenburg. Aktuell hat die Stadt mit Jürgen Herzing einen sozialdemokratischen Oberbürgermeister. Doch bei der Wahl am 8. März lag Herausforderer Markus Schlemmer von der CSU vorne. Er hat 41,1 Prozent der Stimmen bekommen. Der 65-jährige Amtsinhaber Jürgen Herzing lag bei 38,2 Prozent. Schlemmer ist 57 Jahre alt und Chef der Aschaffenburger Kriminalpolizei.
Aschaffenburg hat seit 56 Jahren durchgehend einen SPD-Oberbürgermeister. Jürgen Herzing ist seit 2020 im Amt. Vor ihm waren Klaus Herzog (2000 bis 2020) und Willi Reiland (1970 bis 2000) Oberbürgermeister der größten Stadt am Bayerischen Untermain.
Oberbürgermeisterkandidaten für Aschaffenburg: Jürgen Herzing (li.) und Markus Schlemmer
17.07 Uhr: Stichwahl in Schweinfurt: CSU gegen SPD
In Schweinfurt hat die CSU seit Anfang der 1990er-Jahre den Oberbürgermeister gestellt. Amtsinhaber Sebastian Remelé von der CSU hat überraschend angekündigt, dass er nicht mehr kandidieren werde. Im ersten Wahlgang am 8. März lag nun Ralf Hofmann von der SPD vorne – mit 37,6 Prozent. CSU-Mann Oliver Schulte hat 23,4 Prozent der Stimmen erreicht. Sieben Personen hatten ursprünglich für das Amt kandidiert.
SPD-Mann Ralf Hofmann wurde bei der Stichwahl von mehreren Parteien unterstützt: von den Grünen, den Freien Wählern, den Linken und der FDP. Hofmann ist 58 Jahre alt, seit 16 Jahren im Stadtrat und derzeit Geschäftsführer einer Event-Agentur.
CSU-Herausforderer Oliver Schulte ist 46 Jahre alt und seit 19 Jahren im Schweinfurter Stadtrat. Er ist aktuell Geschäftsführer eines Therapie- und Trainingszentrums.
Oberbürgermeisterkandidaten für Schweinfurt: Ralf Hofmann (li.) und Oliver Schulte
16.44 Uhr: Künftig drei Frauen an der Spitze von Landkreisen?
Mit Sabine Sitter (CSU) im Landkreis Main-Spessart und Tamara Bischof (Freie Wähler) im Landkreis Kitzingen hatte Unterfranken bislang zwei Landrätinnen. Am 8. März ist aber Sonja Rahm (Freie Wähler) dazugekommen. Sie wurde zur neuen Landrätin im Landkreis Rhön-Grabfeld gewählt. Mit einer knappen absoluten Mehrheit von 50,6 Prozent. Sollte Sitter nun wiedergewählt werden, wären es dann drei Frauen an der Spitze von Landkreisen im Regierungsbezirk.
16.32 Uhr: Stichwahl im Landkreis Main-Spessart: Landrätin gegen Stellvertreter
Im Landkreis Main-Spessart ist es ebenfalls in die Verlängerung gegangen – und zwar in der gleichen Konstellation wie bei der Kommunalwahl 2020. Sabine Sitter von der CSU gegen Christoph Vogel von den Freien Wählern. Die amtierende Landrätin Sitter lag mit 41,7 Prozent vier Prozent vor ihrem Konkurrenten.
2020 hatte Vogel die Stichwahl mit 39,7 zu 60,3 Prozent gegen Sitter verloren. Danach war der 55-Jährige trotzdem Sabine Sitters Stellvertreter. Hauptberuflich ist er Geschäftsführer eines Inklusionsunternehmens.
Vogel war bei der Kommunalwahl am 8. März der einzige Mann, der für den Landratsposten in Main-Spessart kandidiert hat. Neben Sitter hatten sich noch zwei weitere Frauen zur Wahl gestellt.
Landratskandidaten für Main-Spessart: Sabine Sitter und Christoph Vogel
16.19 Uhr: Stichwahl im Landkreis Würzburg: Landrat als Favorit
Thomas Eberth (CSU), der amtierende Landrat im Landkreis Würzburg, muss in die Stichwahl. Genau wie vor sechs Jahren. Mit 43,1 Prozent liegt der CSU-Mann relativ klar vor Sven Winzenhörlein von den Grünen. Ihn haben am 8. März 17,4 Prozent der Menschen gewählt.
Eberth ist 50 Jahre alt und seit 2020 im Amt. Zuvor war er Erster Bürgermeister seiner Heimat-Gemeinde Kürnach. Winzenhörlein ist 44 und Personalratsvorsitzender an der Universität Würzburg. Außerdem ist er seit 2014 im Kreistag und Zweiter Bürgermeister von Höchberg im Landkreis Würzburg.
Landratskandidaten für Würzburg: Thomas Eberth (li.) und Sven Winzenhörlein
16.07 Uhr: Was ist eigentlich eine Stichwahl?
Zu einer Stichwahl kommt es, wenn die Kandidaten und Kandidatinnen im ersten Wahlgang nicht die absolute Mehrheit erreicht haben. Absolute Mehrheit heißt: 50 Prozent plus eine Stimme. Bei der Stichwahl ist gewählt, wer von den abgegebenen gültigen Stimmen die höchste Stimmenzahl bekommt.
16.00 Uhr: Start des Wahl-Tickers
Herzlich willkommen zu unserem Wahl-Ticker aus Unterfranken. Hier halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen und Ergebnisse der Stichwahl auf dem Laufenden. In Unterfranken gibt es insgesamt 34 Duelle. Die wichtigsten sind die in den Städten Aschaffenburg und Schweinfurt – sowie in den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg.
Aktuelle Informationen bekommen Sie auch im BR Fernsehen und in den BR-Radioprogrammen. Auf Bayern 1 senden wir zum Beispiel ab 18.00 Uhr live aus dem BR-Studio Würzburg.
Unsere Korrespondenten/Korrespondentinnen und Reporter/Reporterinnen melden sich immer wieder mit aktuellen Informationen, beispielsweise aus Aschaffenburg oder Schweinfurt.
Sonntag, 22. März 2026
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