Altes Rathaus von Regensburg.
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In Regensburg konkurrieren zwölf Frauen und Männer um den OB-Chefsessel.
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Kommunalwahl in der Oberpfalz: 12 OB-Bewerbungen in Regensburg

Kommunalwahl in der Oberpfalz: 12 OB-Bewerbungen in Regensburg

Die Kommunalwahl sorgt auch in Landkreisen, Städten und Gemeinden der Oberpfalz für Spannung. Besonders im Fokus: Regensburg. Die Bezirkshauptstadt bekommt einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Wahl am .

Ein Dutzend Frauen und Männer von zwölf verschiedenen Parteien und Gruppierungen von CSU bis Linkspartei bewerben sich um das OB-Amt von Regensburg, Bayerns viertgrößter Stadt. Der Grund: Die noch amtierende Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) tritt nicht wieder an.

2020 hatte sie sich in einer knappen Stichwahl mit 946 Stimmen Vorsprung gegen Astrid Freudenstein (CSU) durchgesetzt, die anschließend als Zweite Bürgermeisterin fungierte und jetzt einen neuen Anlauf unternimmt, den OB-Sessel wieder für die CSU zu gewinnen. In einer Stadt, deren politische Vielfalt sich derzeit auch darin zeigt, dass zwölf Parteien und Gruppierungen im Stadtrat vertreten sind, für den diesmal sogar 14 Wahlvorschläge vorliegen.

Auch Chamer Landrat Franz Löffler tritt ab

So viele sind es sonst in der Oberpfalz nur in der Stadt Cham. Hier heißt es ebenfalls, Abschied zu nehmen vom Landrat. Nach 16 Jahren im Amt kandidiert Franz Löffler nicht mehr – für viele Beobachter überraschend. Der CSU-Politiker ist auch Bezirkstagspräsident der Oberpfalz und Präsident des Bayerischen Bezirketags. Sechs Männer und eine Frau wollen seine Nachfolge antreten.

Ebenfalls vakant ist der Landratsposten im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, nachdem Willibald Gailler (CSU) nicht wieder antritt. Um das Amt des 71-Jährigen bewerben sich fünf Männer und eine Frau.

Landrats-Stimmenkönig kandidiert erneut

Im Nachbarlandkreis Amberg-Sulzbach sind es sogar sieben Bewerberinnen und Bewerber – darunter auch der 2008 amtierende Landrat Richard Reisinger (CSU). Für den 61-Jährigen wäre es die vierte Amtszeit. 2020 hatte er mit über 74 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis in der Oberpfalz erzielt. In Amberg selbst wird es derweil einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin geben. Michael Cerny (CSU) kandidiert nicht mehr. Die Wähler können sich unter sieben potentiellen Nachfolgern entscheiden.

Spannung in Weiden

Besonders spannend dürfte die Oberbürgermeisterwahl in Weiden werden. 2020 gab es eine Stichwahl, bei der sich am Ende der SPD-Kandidat Jens Meyer mit 519 Stimmen Vorsprung gegen Benjamin Zeitler von der CSU durchsetzte. Beide treten auch in diesem Jahr wieder an. Dazu kommen drei weitere Kandidaten und eine weitere Kandidatin.

Die Entscheidung in Weiden war 2020 allerdings nicht die knappste bei einer Stichwahl in der Oberpfalz: In Thalmassing im Landkreis Regensburg gaben bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt am Ende nur sieben Stimmen mehr den Ausschlag zugunsten von Raffael Parzefall (Freie Wähler Thalmassing). Er kam auf 1.085 Stimmen, sein Konkurrent Helmut Haase (Freie Wählerschaft Sanding) auf 1.078.

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In Schwandorf gab es im Vorfeld der Kommunalwahl Spannungen innerhalb der CSU.

Konflikte in Stadt und Landkreis Schwandorf

Unruhe gab es im Vorfeld der Kommunalwahl in der Stadt Schwandorf. Der seit 2014 amtierende Oberbürgermeister Andreas Feller war von seiner Partei, der CSU, nicht wieder nominiert worden. Stattdessen entschied man sich für den zweiten Bürgermeister Andreas Wopperer. Feller tritt dennoch wieder an – diesmal als parteiloser Kandidat für die Bürgerliste Schwandorf (BLS). Zudem gibt es fünf weitere Kandidaten.

Einen Wechsel bei den Kandidaten gab es bei der AfD – und zwar für die anstehende Landratswahl. Der eigentliche Landratskandidat Klaus Schuhmacher zog seine Kandidatur im Januar zurück. Statt ihm tritt nun Thomas Borcuch an, unter anderem gegen Thomas Ebeling von der CSU, Landrat seit 2014, die ehemalige langjährige SPD-Bundestagabgeordnete Marianne Schieder sowie zwei weitere Kandidatinnen.

Tirschenreuth bekommt neuen Bürgermeister

Eine Ära endet unterdessen in Tirschenreuth: Dort heißt der Bürgermeister seit 2002 Franz Stahl. Aber nach 24 Jahren hat sich Stahl nicht mehr aufstellen lassen. Die CSU musste einen neuen Kandidaten suchen, der nun mit einem gemeinsamen Bewerber von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, einem Kandidaten der Freien Wähler und einer Kandidatin der Linken konkurriert. Annie Schraml, 22 Jahre alt, ist dabei wohl eine der jüngsten Kandidatinnen für ein Bürgermeisteramt im Freistaat.

Deutlich einfacher verläuft dagegen der Wechsel in Irchenrieth im Landkreis Neustadt an der Waldnaab: Dort tritt der seit 2008 amtierende nebenberufliche Bürgermeister Josef Hammer von der CSU nicht wieder an. Einziger Kandidat für seine Nachfolge ist sein Sohn Michael, ebenfalls für die CSU.

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