Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bayern fehlen krankheitsbedingt seltener im Job als in anderen Bundesländern. Sie waren 2025 durchschnittlich 17,2 Tage krank – 2,3 Tage weniger als im bundesweiten Durchschnitt. Das geht aus Zahlen der Krankenkasse DAK hervor. Bayern liegt damit bundesweit auf dem 2. Platz, nur in Baden-Württemberg waren die Arbeitnehmenden etwas seltener krankgeschrieben. Außerdem waren die Menschen in Bayern demnach 0,2 Tage weniger krankgeschrieben als im Vorjahr.
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch
Die meisten Krankheits-Fehltage gingen auf das Konto von Atemwegserkrankungen wie die Grippe oder Erkältungen. Danach folgten psychische Erkrankungen wie Depressionen und auf Platz drei Muskel-Skelett-Probleme wie Rückenschmerzen. I
Auffällig beim Vergleich der Erkrankungsarten ist dabei die unterschiedliche Länge. Wer sich 2025 aus psychische Gründen krankschreiben ließ, fehlte im Schnitt an gut 35 Arbeitstagen, wohingegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems für gut 14 Fehltage sorgten und Atemwegserkrankungen nur für gut fünf Fehltage.
DAK empfiehlt Unternehmen mehr Vorbeugung
Nach Angaben der DAK haben sich die Krankentage seit der Einführung der elektronischen Krankschreibung 2022 "auf hohem Niveau eingependelt". Der Anstieg liege daran, dass die Krankenkassen durch das elektronische System alle Krankmeldungen erfassen.
Verbesserungsbedarf sieht die DAK im betrieblichen Gesundheitsmanagement: "Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind ein wichtiger Hebel, um den Krankenstand zu senken", sagt Bayerns DAK-Chef Rainer Blasutto.
Mit Informationen von dpa
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