In den höheren Lagen in den Werdenfelser Alpen, den Berchtesgadener Alpen und den Allgäuer Alpen wurde die Warnstufe 4 von 5 ausgerufen. Bedeutet also: große Lawinengefahr (externer Link).
Zerstörerische Kraft ohne Vorwarnung
Die Botschaft ist klar: Wer heute oder morgen in die Berge will, sollte das gut überdenken. Oberhalb von 2.000 Metern gilt die Lawinengefahr als groß – unterhalb davon immer noch als erheblich. Ergiebiger Regen dringt jetzt tief in die Schneedecke ein, bis auf fast 1.800 Meter Höhe. Die Folge: In mittleren Lagen können sich Nassschneelawinen jederzeit von selbst lösen – ohne Vorwarnung, mit zerstörerischer Kraft.
Mehrere Menschen haben in den vergangenen Tagen bei Lawinenabgängen bereits ihr Leben verloren. In Österreich ist die Lage besonders kritisch.
In den Hochlagen kommt starker Wind dazu, der frischen Neuschnee auf ohnehin instabile Triebschneepakete drückt. Hier herrscht laut Christoph Hummel vom Lawinenwarndienst Bayern abseits der Piste im freien Gelände Lebensgefahr. Er selbst, so erzählt der Lawinenexperte im Interview mit BR24, würde derzeit nicht in die Berge gehen.
Skifahren auf Pisten bleibt unbedenklich
Skifahren in einem Skigebiet, sei natürlich bedenkenlos möglich. Die lokalen Lawinenkommissionen sorgen auf den präparierten Pisten für Sicherheit. Abseits der Pisten würde sich Hummel in den kommenden Tagen jedoch nicht aufhalten.
Ab der Wochenmitte soll sich die Lage entspannen – mit ruhigem Hochdruckwetter gehe die Lawinengefahr dann langsam zurück.
BR24 auf Youtube: Viele Lawinenopfer in den Bergen
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