Die Sanierung des Mainfranken Theaters wird immer teurer.
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Millionengrab Mainfranken Theater: 120 Millionen Euro Zinsen

Millionengrab Mainfranken Theater: 120 Millionen Euro Zinsen

242 Millionen Euro für die Sanierung des Mainfranken Theaters in Würzburg: Über diese Kostenexplosion haben wir gerade berichtet. Seit Baubeginn haben sich die Kosten mehr als verdreifacht. Und nun kommen noch viele Millionen für die Zinsen dazu.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

242 Millionen Euro soll die Sanierung des Mainfranken Theaters in Würzburg bis 2030 kosten. Das geht aus einem Dokument hervor, das für die heutige Werkausschuss-Sitzung im Stadtrat veröffentlicht wurde – das sind mehr als dreimal so hohe Sanierungskosten wie noch bei Baubeginn 2018 geplant. Damals ging man von 71,6 Millionen Euro aus.

In dem Dokument "Anpassung des Gesamtprojektrahmens" finden sich aber bei genauerem Hinsehen noch weitere Kosten: Zinszuschüsse der Stadt Würzburg. Und zwar – durch Zinseszinseffekte – insgesamt 120 Millionen Euro bis 2063. Darüber berichtete zuerst die Main-Post (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt).

Das heißt: Jeder dritte Euro, den die öffentliche Hand langfristig aufbringen muss, entfällt nicht auf Beton, Technik oder Bühnenbau, sondern auf die Finanzierung. Und das auch nur sofern der Zinssatz bei den angenommenen 3,7 Prozent bleibt. Steigen die Zinsen oder werden mehr Kredite benötigt, kann die Rechnung noch teurer werden.

Stadtratsmitglieder geschockt

Schon seit Wochen geisterten Kostenschätzungen durch das Rathaus. Eine Summe von etwa 200 Millionen Euro galt für das Projekt als sicher. Aber beinahe eine Viertelmilliarde? Das war ein Schock, berichteten mehrere Mitglieder des Stadtrats, als die Kostenprognose von 242 Millionen Euro vergangene Woche bekannt wurde. SPD und Volt hatten in der letzten Stadtratssitzung (24.9.26) sogar gefordert, einen Abriss samt Neubau zu prüfen. Welche Konsequenzen die Kostenexplosion haben wird, wird wohl auch heute Nachmittag im Werkausschuss Thema sein.

Altbau bereitet Probleme

Das neue Mainfranken Theater besteht aus zwei zusammenhängenden Bauteilen: einem Neubau und einem alten Gebäude. Dieses wird gerade saniert. Der Neubau ist seit knapp drei Jahren in Betrieb, dort tritt das Schauspiel auf. Die Probleme bereitet der Altbau. Dort sollen eigentlich schon seit vier Jahren Opern oder Ballett aufgeführt werden. Bislang ist aber nur der Rohbau fertig. Mittlerweile heißt es: Bis alles fertig ist, wird es 2030. Mindestens.

Probleme mit Brandschutz, Streit mit Architekturbüro

Zu Baubeginn sorgten Probleme bei der Belüftung, dem Brandschutz oder den Fluchtwegen für Zeitverzug und steigende Kosten. Dann überwarfen sich Theater und Architekturbüro. Dieses plante zugleich die Ausführung der Baustelle. Das Theater kündigte dem Architekturbüro im Frühjahr 2022 - dieses ging in die Insolvenz.

Kostensteigerung Großteils wegen Zeitverzug

Seit 2023 arbeitet sich ein neues Büro in die Unterlagen ein. Doch das dauert – immer noch. Eigentlich sollte die sogenannte Ausführungsplanung zum Ende des vergangenen Jahres fertig vorliegen. Inzwischen rechnen die Bauherren erst 2027 damit. Die Kostensteigerung resultiere zu einem großen Teil aus dem Zeitverzug: Jeder Tag Stillstand kostet. Lohn- und Materialkosten sind seit Baubeginn deutlich gestiegen.

Im Video vom 8.10.2026: Kostenexplosion bei der Sanierung des Mainfranken Theaters

Video zur Sanierung des Mainfranken Theaters aus der Frankenschau aktuell am 8. Oktober 2026.
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Video zur Sanierung des Mainfranken Theaters aus der Frankenschau aktuell am 8. Oktober 2026.

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