Das ausgebrannte Tanklöschfahrzeug steht vor dem rußschwarzen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg.
Das ausgebrannte Tanklöschfahrzeug steht vor dem rußschwarzen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg.
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Vor einem halben Jahr ist das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg samt Fahrzeugen und Ausrüstung abgebrannt.
Bildrechte: BR/Markus Wessely (Archiv)
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Vor einem halben Jahr ist das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg samt Fahrzeugen und Ausrüstung abgebrannt.

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Nach Brand bei der Feuerwehr: Simmerberg rückt nun aus Zelt aus

Nach Brand bei der Feuerwehr: Simmerberg rückt nun aus Zelt aus

Vor einem halben Jahr ist das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg samt Fahrzeugen und Ausrüstung abgebrannt. Jetzt sind die Retter wieder einsatzbereit – ihr Gebäude aber nicht.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Kein Telefon, kein Internet, aber immerhin Strom und Heizung: Optimal ist die Situation der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg im Landkreis Lindau sicher nicht. Aber rund ein halbes Jahr, nachdem ihr Gerätehaus samt Fahrzeugen und Ausrüstung abgebrannt ist, ist sie wieder einsatzbereit.

Feuerwehrzelt auf Brauerei-Parkplatz

Sollten die Simmerberger Feuerwehrleute jetzt zu einem Einsatz gerufen werden, rücken sie aber nicht von ihrem Feuerwehrhaus aus, sondern von einem provisorischen Zelt. Die Stahlkonstruktion mit Festzeltcharakter durften sie gegen Miete auf dem Parkplatz einer Brauerei errichten.

Brand zerstört Fahrzeuge, Ausrüstung und Kleidung

Ein Tanklöschfahrzeug im Gerätehaus war vergangenes Jahr in Brand geraten. Das Gebäude wurde schwer beschädigt. Beide Fahrzeuge, die gesamte Ausrüstung und Kleidung verbrannten. Ein "schwarzer Tag für die Feuerwehr Simmerberg", schrieben die Einsatzkräfte damals.

In den Tagen und Wochen nach dem Brand hatte die Feuerwehr Spenden und Hilfsangebote aus den Nachbargemeinden, dem Landkreis und weit darüber hinaus erreicht: "Es ist wirklich toll, diese Welle der Solidarität zu sehen", freute sich Bürgermeister Tobias Paintner damals im Gespräch mit BR24. Man sei überwältigt gewesen von der ganzen Hilfsbereitschaft.

Leihgaben von umliegenden Feuerwehren

Inzwischen sei die Brandursache geklärt, sagt Feuerwehrkommandant Christian Rädler: Ein technischer Defekt an der Elektronik des Fahrzeugs habe ihn ausgelöst. Auch mit der Versicherung sei man sich inzwischen einig geworden.

Bis das Geld ausbezahlt und neue Ausrüstung besorgt sind, müssen die Feuerwehrleute sich aber erstmal mit Leihgaben begnügen: Die habe man sich von anderen Feuerwehren zusammensuchen müssen, so Rädler. Entsprechend sei sie bunt gemischt: "Manche Jacken sind rot, andere schwarz oder beige."

Hilfe aus Österreich

Geliehen sind auch die Löschfahrzeuge: Die Feuerwehren Lauterach und Rankweil aus Vorarlberg haben sie den Kollegen in Simmerberg bereitgestellt. Beide Fahrzeuge sind mehr als 30 Jahre alt und waren schon ausgemustert worden. Das Zelt, in dem sie jetzt stehen, ist auch geliehen. Daneben stehe ein Baustellencontainer, in dem ein Teil der Einsatzkleidung Platz habe.

"Wir danken herzlich allen, die zur Errichtung dieser Übergangslösung beigetragen haben", schreibt die Feuerwehr auf Social Media. Bis das Gerätehaus wieder bezogen werden kann, werde noch einige Zeit vergehen. Treffen können die Einsatzkräfte in dem Provisorium zwar nicht abhalten, aber immerhin: Eine Biertischgarnitur, die habe Platz in dem neuen Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Simmerberg.

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