Im Zusammenhang mit Sexualdelikten und der Abgabe von Betäubungsmitteln an Mädchen und junge Frauen im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs sind zwei weitere Tatverdächtige festgenommen worden. Insgesamt befinden sich in dieser Sache mittlerweile zwölf Tatverdächtige in Haft.
Schwerer Sexueller Missbrauch von Kindern
Wie die Polizei am Freitag mitteilt, befinden sich die 26 und 28 Jahre alten Männer in Haft unter anderem wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Demzufolge wird den beiden Syrern zur Last gelegt, unabhängig voneinander Betäubungsmittel an minderjährige Mädchen abgegeben zu haben. Nachdem die Mädchen unter dem Einfluss der harten Drogen standen, sollen die Verdächtigen ihre Opfer vergewaltigt haben.
Im Zuge von kriminaltaktischen Maßnahmen gelang es den Beamten der Ermittlungskommission "EKO Kajal" im Verlauf der letzten Woche, die beiden Männer im Nürnberger Stadtgebiet zu lokalisieren und festzunehmen. Bei Dursuchungen stellten die Beamten verschreibungspflichtige Medikamente, Mobiltelefone, Bargeld und weitere Beweismittel sicher. Die Ermittlungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der im Nürnberger Bahnhofsumfeld erkannten Entwicklungen werden laut Polizei fortgeführt.
Die Ermittlungskommission "EKO Kajal"
Die Ermittlungskommission geht Hinweisen nach, die darauf schließen lassen, dass offenbar Angehörige der Betäubungsmittelszene rund um den Nürnberger Hauptbahnhof gezielt mit jungen Mädchen in Kontakt treten. Bei den jungen Männern handelt es sich demnach überwiegend um Personen mit syrischer, pakistanischer und nordafrikanischer Herkunft.
Die meist minderjährigen Mädchen stammen laut Polizei aus prekären Familien- und Wohnverhältnissen. Die Männer sollen die Mädchen zunächst mit Zuneigung, Geschenken wie Kleidung oder Kosmetika umwerben und im weiteren Verlauf teils harte Drogen wie "Crystal Meth" abgeben. Die daraufhin entstandene Abhängigkeit nutzen die Männer dann offenbar gezielt aus. Die Mädchen sollen weitere Betäubungsmittel nur noch als Gegenleistung für sexuelle Handlungen oder andere "Dienstleistungen" erhalten und sich somit zum Teil prostituieren.
Es besteht der Verdacht, dass sich in diesem Zusammenhang auch sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen zugetragen haben. Ziel der Ermittlungen ist die Identifizierung der Tatverdächtigen, das Erwirken von Haftbefehlen sowie die Prüfung und Einleitung aufenthaltsbeendender Maßnahmen.
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