Stadträte und Medienvertreter können sich jedes Jahr zwei Tage vor Start der Wiesn beim Rundgang über das Festgelände selbst ein Bild vom Countdown auf der Theresienwiese machen. Die Teilnehmer des Rundgangs probieren traditionell bereits einzelne Attraktionen der Schausteller aus. Welche Bahnen getestet werden, hängt nicht zuletzt vom TÜV ab, der um diese Zeit noch mit den Abnahmen beschäftigt ist.
TÜV kontrolliert Fahrgeschäfte
Neu ist in diesem Jahr etwa das Rundfahrgeschäft "Shake & Roll". Es soll sich dabei um eine wildere Weiterentwicklung von "Break Dance" handeln. Das Fahrgeschäft wurde erst am Dienstag aus dem Saarland auf die Wiesn transportiert. Premiere beim Oktoberfest feiert auch das "Chaos Pendel". Laut Beschreibung werden die Wiesnbesucher dort in bis zu 42 Metern Höhe an einem rotierenden Arm durch die Luft gewirbelt. Das Schau- und Belustigungsgeschäft "Fisherman’s" steht bereits mit dreidimensionalen Anbauten und Wassereffekten zum ersten Mal auf dem Festgelände.
Bier am Tag vor Wiesn angeliefert
Auch in den fast 40 Festzelten werden letzte Vorbereitungen getroffen. Im Armbrustschützenzelt wurde zum Beispiel wurde am Donnerstagvormittag die Küche getestet. Am Nachmittag werden die Formalien mit dem Servicepersonal erledigt, da allein in diesem Zelt 400 Menschen arbeiten werden. Das Bier für das Oktoberfest wird heute angeliefert.
Zum ersten Mal als Wirt auf der Wiesn ist heuer Florian Fendt. Er betreibt das Volkssängerzelt Schützenlisl auf der Oidn Wiesn und hat harte Aufbau-Wochen hinter sich. Außerdem bekommt auf der Oiden Wiesn die historische Kegelbahn mit Sabine Erhard eine neue Betreiberin. Christine und Lorenz Stiftl übernehmen 2026 das Paulaner-Festzelt. Bartls Flößerstadl ersetzt heuer die Münchner Stubn und Bodos Cafézelt bekommt einen Holzneubau.
Münchens Oberbürgermeister übt Anzapfen
Für Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) war der Rundgang am Donnerstag nicht der einzige Termin in Sachen Wiesn. Bei seiner Anzapf-Premiere als Oberbürgermeister am Samstag im Schottenhamel-Zelt will er nämlich nichts dem Zufall überlassen: Er werde noch einmal trainieren, sagte er und fügte lachend hinzu: Am Freitagabend werde er dann noch Baldriantee trinken.
Im BR-Interview erzählte er, dass er das Anzapfen schon geübt habe: "Da hat schon mal alles gut funktioniert, durchgängig zwei Schläge, aber ich vergleiche das immer ganz gerne mit Fußball. Da ist es auch ein Unterschied, ob man im Training Elfmeterschießen macht oder wenn ein paar Millionen Menschen zuschauen im WM-Finale.“
Kardinal Reinhard Marx segnet Wiesn-Zelt
Am Donnerstag warauch Kardinal Reinhard Marx auf dem Festgelände. Er segnete das Paulaner-Zelt, das die Wirtsfamilie Stiftl übernommen hat.
Zum Wiesnstart am Samstag soll sich das Wetter laut Vorhersage von seiner freundlichen Seite zeigen. Abseits von anfänglichem Nebel ist es meist sonnig, teils ziehen lockere Quellwolken durch. Die Temperaturen steigen auf 20 bis 24 Grad. Auch in den Alpen wird es freundlich: In 2000 Metern werden etwa zehn Grad erreicht, auf der Zugspitze bis zu vier Grad. Späte Wiesnbummler, die nach dem Volksfest weiter um die Häuser ziehen wollen, können den Schirm daheim lassen: In der Nacht zum Sonntag bleibt es zunächst trocken.
Im Video: Oktoberfest 2026: Was ist neu auf der Wiesn?
Oktoberfest 2026: Was ist neu auf der Wiesn?
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