Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha, beim Festakt "100 Jahre Beitritt Coburgs zu Bayern", Kongresshaus Rosengarten in Coburg am 05.11.2021.
Bildrechte: picture alliance / Alexander SCHUHMANN_aI | Schuhmann Alexander
Audiobeitrag

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha ist tot.

Audiobeitrag
>

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha gestorben

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha gestorben

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha ist tot. Wie das Herzogshaus mitteilt, ist der Ehrenbürger der Stadt Coburg heute im Alter von 82 Jahren verstorben. Der Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) würdigte ihn als Integrationsfigur.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Der verstorbene Prinz Andreas war der Enkel des letzten regierenden Coburger Herzogs Carl Eduard und wurde 1943 in der Niederlausitz – auf Schloss Casel – geboren. In den USA, wohin seine Mutter mit ihrem zweiten Ehemann gezogen war, verbrachte er anschließend seine Kindheit und siedelte später nach Coburg über.

Prinz Andreas litt seit 14 Jahren an Parkinson, ging mit der Krankheit allerdings sehr offen um. Im November 2023 hatte ihm die Stadt Coburg die Ehrenbürgerwürde verliehen. Durch seinen Einsatz sei die Bedeutung des Hauses zu Coburg-Sachsen-Gotha in Europa wiederbelebt worden, würdigte ihn Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) damals in seiner Rede.

OB Sauerteig: "Integrationsfigur für die Coburger Stadtgesellschaft"

Sauerteig (SPD) würdigte den verstorbenen Adeligen auch jetzt als "Integrationsfigur für die Coburger Stadtgesellschaft". Von 1996 bis 2002 habe er auch dem Stadtrat angehört. "Er war ein beeindruckender Mensch, der mit seiner Krankheit bemerkenswert offen umgegangen ist und dabei viel Lebenslust ausgestrahlt hat. Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha trug Coburg nicht nur im Namen, er war auch eine über die Grenzen der Stadt international bekannte und geschätzte Persönlichkeit", sagte Sauerteig weiter.

Besonders lobte Sauerteig auch das große soziale, politische und kulturelle Engagement des Prinzen. Kurz vor der Ernennung als Ehrenbürger der Stadt Coburg war die Frau von Prinz Andreas, Prinzessin Carin, im Alter von 77 Jahren gestorben. Prinz Andreas und Carin hatten drei gemeinsame Kinder: Stephanie, Hubertus und Alexander. In den 1970er Jahren ließ sich die Familie in Coburg nieder. 

Familiäre Bande ins britische und schwedische Königshaus

Das Haus Sachsen-Coburg hat enge verwandtschaftliche Beziehungen zum britischen Königshaus. Prinz Albert, der spätere Prinzgemahl von Queen Victoria, stammt aus dem fränkisch-thüringischem Adelsgeschlecht. Bis 1917 trug die britische Königsfamilie offiziell den Familiennamen Saxe-Coburg and Gotha, ehe sie den Familiennamen 1917 in den Wirren des Ersten Weltkriegs in Windsor wechselte.

Verwandtschaftliche Beziehungen hatte Prinz Andreas auch zum schwedischen Königshaus: Sibylla von Sachsen-Coburg und Gotha war die Mutter des jetzigen Schweden-Königs Carl Gustaf. Auch Leopold, 1831 zum ersten König Belgiens ernannt, entstammte dem Herzoghaus Sachsen-Coburg und Gotha.

Mit Informationen von dpa.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!