Kernkraftwerk ISAR-II in Essenbach bei Landshut
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Letzte Genehmigung erteilt - Isar 2 wird rückgebaut
Bildrechte: picture alliance / Christine Koenig | Christine Koenig
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Rückbau des Atomkraftwerks Isar 2 komplett genehmigt

Rückbau des Atomkraftwerks Isar 2 komplett genehmigt

Der Countdown für das Atomkraftwerk Isar 2 läuft: Die zweite und letzte Abbaugenehmigung ist erteilt und dem kompletten Rückbau steht nun nichts mehr im Weg. Zum Abschluss soll 2040 der 165 Meter hohe Kühlturm gesprengt werden.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Dem kompletten Rückbau des letzten in Deutschland abgeschalteten Atomkraftwerks Isar 2 bei Landshut steht nichts mehr im Weg. Am Mittwoch ist die letzte noch ausstehende Genehmigung für den Rückbau eingegangen. Das gab der Energiekonzern Preussen-Elektra am Abend bekannt.

Die nun vorliegende zweite und damit letzte Abbaugenehmigung für den Atommeiler im niederbayerischen Isartal umfasst vor allem den Abbau des Reaktordruckbehälters und die Schutzmauer drumherum, so Kraftwerksleiter Carsten Müller im Interview mit dem BR. Die Herausforderung sei, dass Menschen nicht selbst in der Nähe arbeiten, sondern die Geräte von Robotertechnik fernbedient werden.

AKW Isar 2: Zum Abschluss wird der Kühlturm gesprengt

Isar 2 war Mitte April 2023 abgeschaltet worden. Seit Ende 2024 lief die Zerlegung der Reaktordruckbehälter‑Einbauten. Bei diesem Teilprojekt hatte es im November 2025 einen sogenannten meldepflichtigen Vorfall gegeben. Dabei war ein etwa 800 Kilogramm schweres Metallstück in das doppelwandige Becken gefallen und beschädigte dessen innere Auskleidung, wie das Unternehmen damals mitteilte.

Weitere mehrjährige Teilprojekte für den Rückbau sind in Vorbereitung. Eine Kampagne zum Entfernen weiterer Brennelemente sei für August 2027 bis August 2028 vorgesehen, hieß es vor einigen Monaten. Nach dem Rückbau des Atommeilers soll dann zum Abschluss im Jahr 2040 der 165 Meter hohe, weithin sichtbare Kühlturm gesprengt werden.

Deutschland nach Fukushima auf Anti-Atom-Kurs

Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 schwenkte Deutschland auf einen Anti-Atom-Kurs um. Acht vorwiegend ältere Kraftwerke mussten noch im Sommer 2011 endgültig vom Netz. Darunter war der 1979 in Betrieb gegangene Block 1 des niederbayerischen AKW Isar.

Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld südlich von Schweinfurt war bis zu seiner Abschaltung das älteste noch aktive AKW in Deutschland. Es war von 1981 bis 2015 in Betrieb. Seither wird es zurückgebaut. Die zwei Kühltürme wurden im August 2024 gesprengt. Ende Oktober 2025 folgte die Sprengung der Kühltürme des Kernkraftwerks Gundremmingen im Landkreis Günzburg.

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