Ein Taucher hängt an einem Seil in der Donau
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Taucher suchten auch unter einer Brücke in der Donau
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Taucher suchten auch unter einer Brücke in der Donau

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Sabotagefälle: Taucher suchen Beweise in der Donau

Sabotagefälle: Taucher suchen Beweise in der Donau

Nach den mutmaßlichen Brandanschlägen auf die Stromversorgung im Raum Regensburg haben Ermittler des Landeskriminalamts einen der Tatorte noch einmal genauer untersucht. An einem Donau-Wehr waren auch Taucher der Polizei im Einsatz.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Nach einem Brand an einer Fußgängerbrücke in Regensburg und einer versuchten Brandstiftung an einem Strommast in Pentling bei Regensburg ist am Dienstag noch einmal nach Spuren gesucht worden. Dabei war auch eine Tauchergruppe der Bayerischen Bereitschaftspolizei an einem Wehr in der Donau im Einsatz.

Suche nach Beweismitteln

Wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) erklärte, ist die Spurensuche an Land bereits abgeschlossen, nun habe man sich auf die Donau konzentriert. Eine Unterwassersuche erfordere entsprechende Vorbereitung, weshalb der Einsatz erst jetzt durchgeführt worden sei.

Die Taucher suchten den Uferbereich unter der Brücke akribisch nach Beweismitteln ab. Entdeckt wurde ein mutmaßlich 20 Jahre altes Moped. Spuren zum konkreten Fall seien nach ersten Erkenntnissen aber nicht gefunden worden, so der LKA-Sprecher. Eine abschließende Auswertung stehe jedoch noch aus.

Stromausfälle nach Feuer an Brücke

Am frühen Morgen des 8. Juni hatten Unbekannte unter der Fußgängerbrücke über das Pfaffensteiner Wehr ein Feuer gelegt. Dabei wurden wichtige Kabel, die an der Unterseite der Brücke verlaufen, zerstört. Es kam zu Stromausfällen im begrenzten Ausmaß. Auch Glasfaserkabel wurden beschädigt. Zudem wurde an einem Strommast bei Pentling versucht, mit einem Brandsatz ein Feuer zu legen, was aber scheiterte.

Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass das Ziel der Täter ein Anschlag auf kritische Infrastruktur war. Deshalb ermittelt auch die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET). Unter anderem wird geprüft, ob es Zusammenhänge zu anderen Vorfällen gibt – so etwa zu einem großflächigen Stromausfall im baden-württembergischen Reutlingen, der ebenfalls durch einen Brand in einem Umspannwerk verursacht worden war.

Radikale Anarchisten oder hybride Kriegsführung?

Auch im Raum München gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Brandanschläge auf Infrastruktur. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt] gehen die Ermittlungen insbesondere in zwei Richtungen. Die eine führt in die Szene sogenannter "Anarcho-Primitivisten". also Anhänger einer radikalen politischen Philosophie, die in der Zivilisation den Ursprung von Herrschaft, Ausbeutung und sozialer Ungleichheit sieht. Sie fordern die Abschaffung von Staat, Kapitalismus sowie jeglicher moderner Technologie und plädieren für eine Rückkehr zu einer ursprünglichen, jäger- und sammlerartigen Lebensweise.

Es kursiert aber auch die Theorie, dass hinter solchen Anschlägen die russische Regierung stecken könnte und entweder eigenes Personal dafür rekrutiert oder als "Proxies" Helfer z.B. aus der linken Szene gewann. Also hybride Kriegsführung durch sogenannte "Wegwerfagenten" im Dienste Putins. Belege oder Indizien für diese Theorie gibt es bisher jedoch nicht.

Mit Informationen von dpa

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