Die Rückreise von der Feier eines Priesterjubiläums haben sich 50 Schützen aus Österreich sicher anders vorgestellt. Die kürzeste Verbindung von Salzburg nach Tirol führt über deutsches Staatsgebiet, das "Deutsche Eck". Der Busfahrer fuhr deshalb nach den Feierlichkeiten am Mittwochabend auf der B21 über die Grenze durch Bad Reichenhall. Dort bemerkten Bundespolizisten einen "gewehr-ähnlichen Gegenstand" in dem Bus. Die Beamten folgten dem Fahrzeug und kontrollierten die rund 50 Insassen.
34 Traditionsgewehre im Bus
Im Bus entdeckten sie 34 Traditionsgewehre, die überwiegend zugriffsbereit transportiert wurden, unter anderem in Gepäckablagen. Einige Schützen hatten die Waffen zwischen ihren Knien.
Weil die erforderlichen Dokumente wie europäische Feuerwaffenpässe nicht vorgelegt werden konnten, wurden die Schützengewehre sichergestellt. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde zudem eine Sicherheitsleistung von insgesamt 6.800 Euro erhoben.
Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz
Die Bundespolizei ermittelt gegen 34 Personen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Waffengesetz. Zudem besteht in mehreren Fällen der Verdacht von Ordnungswidrigkeiten.
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