Jemand dreht am Thermostat eines Heizkörpers.
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Wenn im Winter die Heizung kalt bleibt, ist Eile geboten.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Hauke-Christian Dittrich
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Falsche Heizungsnotdienste kassieren vermehrt ab

Falsche Heizungsnotdienste kassieren vermehrt ab

Wenn bei den derzeit frostigen Temperaturen die Heizung kaputtgeht, ist Eile geboten. Das nutzen Betrüger für ihre Zwecke und geben sich als Heizungsnotdienst aus. Manchmal geben sie sich wenig Mühe, dabei den Anschein echter Handwerker zu erwecken.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Schwaben am .

Heizungsdefekt im Winter? Betrüger nutzen die Not aus und lassen sich bezahlen – ohne echte Reparatur. Die Polizei warnt vor falschen Handwerkern in Schwaben.

Deutlich mehr Anzeigen in diesem Winter

Fälle mit falschen Heizungsnotdiensten hätten in diesem Winter im Allgäu und im Westen Schwabens deutlich zugenommen, sagt die Polizei. Mindestens 16 Anzeigen wurden schon gestellt. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. In einem Fall haben die Täter sogar einen Wasserschaden verursacht, Kostenpunkt mindestens 20.000 Euro. Auch im Norden Schwabens, etwa in Lauingen, treiben solche falschen Heizungsnotdienste ihr Unwesen.

Falscher Notdienst repariert nicht, will aber Geld

Die Masche läuft so: Menschen, deren Heizung kaputt ist, suchen im Internet nach einem Notdienst und rufen dort an. Der vermeintliche Handwerker kommt dann vorbei, tut so, als würde er die Heizung reparieren, kennt sich aber gar nicht damit aus. Dann werden hohe Summen für angebliche Reparaturen verlangt, wirklich repariert wird aber nichts. Haben die Betrüger ihr Geld, verschwinden sie wieder.

Diese Masche nutzen nicht nur vermeintliche Heizungsnotdienste. Immer wieder fallen Menschen auf angebliche Handwerker herein, die mit billigen Preisen werben, aber stümperhaft arbeiten.

Misstrauisch sein, wenn sofort bar bezahlt werden soll

Bei anderen Betrugsmaschen stellen Opfer häufig keine Strafanzeige aus Scham, auf eine Masche hereingefallen zu sein. Die Polizei rät aber, sich immer zu melden, weil jede Anzeige dabei helfe, Betrüger zu schnappen. Weiter rät sie, nur auf etablierte, seriöse und geprüfte Fachbetriebe zurückzugreifen, sich einen Kostenvoranschlag geben zu lassen und misstrauisch zu sein, wenn sofort bar bezahlt werden soll.

Außerdem solle man sich sicherheitshalber Namen und Autokennzeichen der beauftragten Personen notieren - und wenn einem etwas komisch vorkommt oder man unter Druck gesetzt wird, nicht zögern und die Polizei rufen.

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