Zwei außergewöhnliche Funde nahe dem niederbayerischen Bäderort Bad Füssing im Kreis Passau werfen laut dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege neue Fragen zur Frühzeit Bayerns auf. Archäologen sind demnach auf das reich ausgestattete Grab einer mutmaßlichen bajuwarischen Prinzessin aus dem 6. Jahrhundert gestoßen sowie auf das eines gefallenen Reiters.
Welchen Kampf mag dieser verloren haben, dass er von einem Schwerthieb derart schwer getroffen wurde, vom Pferd stürzte und am Boden erschlagen wurde?
Sind die Bajuwaren gar ein Jahrhundert älter?
Neueste Radiokarbonanalysen dazu ließen aufhorchen, heißt es. Bereits zur Mitte des 5. Jahrhunderts nach Christus sei der Friedhof, auf dem die Funde gemacht wurden, genutzt worden. Dies wäre ein Jahrhundert, bevor die Bajuwaren erstmal erwähnt worden seien.
Weitere Erkenntnisse dazu will das Landesdenkmalamt der Öffentlichkeit am 10. November liefern.
Mit Material der KNA
Ein gläserner Spitzbecher aus einem anderen Grab früherer Datierung.
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