Ludwig Spaenle (CSU), spricht in der 66. Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am 10.12.2025 im Maximilianeum in München
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Spaenle: "Mit Morddrohung wird jede Grenze überschritten"
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Spaenle: "Mit Morddrohung wird jede Grenze überschritten"

Spaenle: "Mit Morddrohung wird jede Grenze überschritten"

Nach der Morddrohung gegen Charlotte Knobloch sieht der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle (CSU) Deutschland am "Scheideweg". Eine solche Tat sei "mehr als ein Tabubruch". Unterdessen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Nach der am Freitag bekannt gewordenen Morddrohung gegen Charlotte Knobloch findet Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle scharfe Worte. Hier sei "jede Grenze überschritten". Deutschland stehe am "Scheideweg".

Spaenle: "Mehr als ein Tabubruch"

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland sei eine "Persönlichkeit, die diesem Land nach der Shoah mit ihrer Entscheidung, mit ihrer Familie in München und Deutschland zu leben, wieder eine Tür zur Rückkehr in die zivilisierte Welt aufgetan hat". Sie zu bedrohen, sei "mehr als ein Tabubruch", so Spaenle.

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie die deutsche Zivilgesellschaft und der Staat mit seinen Institutionen müssten "Humanität, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat verteidigen", schreibt der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung in seiner Pressemitteilung.

Generalstaatsanwaltschaft ermittelt

Wegen der Morddrohung gegen Charlotte Knobloch ermittelt nun auch die Generalstaatsanwaltschaft München. Spaenle gab der Hoffnung Ausdruck, dass die oder der Täter rasch ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden.

Ein Zeuge hatte am Donnerstag auf einer Parkbank und einem Mülleimer im Englischen Garten der Landeshauptstadt die hingeschmierte Drohung entdeckt und die Polizei informiert, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Knobloch hatte daraufhin ihre Teilnahme an einer Veranstaltung abgesagt. Die Gewaltandrohung stand in explizitem Zusammenhang mit dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt.

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