Marcus König von der CSU will Oberbürgermeister von Nürnberg bleiben, lag im ersten Wahlgang klar vorne. Nasser Ahmed will die Stadt Nürnberg wieder für die SPD gewinnen.
Marcus König von der CSU will Oberbürgermeister von Nürnberg bleiben, lag im ersten Wahlgang klar vorne. Nasser Ahmed will die Stadt Nürnberg wieder für die SPD gewinnen.
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Marcus König von der CSU (li) will Oberbürgermeister von Nürnberg bleiben, Nasser Ahmed (re) will die Stadt Nürnberg wieder für die SPD gewinnen.
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Marcus König von der CSU (li) will Oberbürgermeister von Nürnberg bleiben, Nasser Ahmed (re) will die Stadt Nürnberg wieder für die SPD gewinnen.

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Stichwahl in Nürnberg: König und Ahmed im Duell

Stichwahl in Nürnberg: König und Ahmed im Duell

Wer steht künftig an Nürnbergs Spitze? Bleibt es Marcus König (CSU) oder wird Nasser Ahmed (SPD) Oberbürgermeister? Beim großen "jetzt red i" extra stellten sich beide den Publikumsfragen.

Über dieses Thema berichtet: jetzt red i am .

Schülerin Imara Thoma blickt besorgt auf diesen Freitag – denn dann sind wieder Streiks im ÖPNV angekündigt. "Wir kriegen teilweise Verweise, weil wir zu spät kommen. Wir haben aber keine Möglichkeit, pünktlich in die Schule zu kommen", berichtet die 18-Jährige während der "jetzt red i"-Sendung im Nürnberger Restaurant Bratwurst Röslein. "Das Streikthema nervt uns alle", bestätigt Marcus König, gerade, da Nürnberg eine Einpendlerstadt sei. Verweise seien aber nicht der richtige Weg, er wolle deshalb nochmal auf das staatliche Schulamt zugehen.

König zum Nahverkehr: Keine leeren Versprechen machen

In puncto öffentlicher Nahverkehr setzt Nasser Ahmed auf ein kostenloses Schülerticket und Entlastungen für Senioren. "Ich finde das ist eine Frage der Prioritätensetzung", so der SPDler. "Wir müssen beim Wahlkampf aufpassen, dass wir nicht Dinge versprechen, die keiner halten kann", entgegnet der amtierende Oberbürgermeister Marcus König jedoch mit Blick auf den Haushalt und die finanzielle Lage der Stadt.

Streit um Landesgartenschau

Thematisiert wurde zudem die für 2030 geplante Landesgartenschau in Nürnberg. Auch hier spricht Ahmed von einer Frage der Prioritätensetzung. Wichtig sei ihm die Situation der Schüler, Familien und die Entwicklung der Altstadt und Fußgängerzone, nicht die die Umgestaltung des Burggrabens. "Alle Städte, die eine Landesgartenschau in Bayern hatten, sind aufgeblüht", entgegnet König. Man wolle ja nicht nur den Graben bespielen, sondern auch andere Plätze. Zudem würden die Besucher, die eine solche Schau anzieht, auch die Innenstadt beleben.

Sorge um Cyberangriffe

Aus dem Publikum kam zudem der Wunsch nach einem verbesserten Schutz der Stadt vor möglichen Cyberangriffen, wie sie zuletzt in Nürnberg immer wieder Thema waren. Dafür, so König, habe er bereits ein digitales Amt geschaffen und einen sehr ausgefeilten Schutz eingekauft.

Ahmed: UTN sei "historische Jahrhundertchance"

Sein Herausforderer Ahmed plädiert dafür, Produkte und Software zu nutzen, die in Nürnberg entwickelt werden. "Wir haben mit der UTN und der Ansiedlung hier eine historische Jahrhundertchance", so Ahmed über die Technische Universität Nürnberg.

Weiterhin Geld für Brauchtum?

Abschließend meldet sich Andreas Riedl aus dem Bürgerverein Boxdorf zu Wort. Die Stadt habe sie viele Jahre beim Brauchtum unterstützt. "Meine Frage ist einfach nur – bei den klammen Kassen – macht sie das weiter?" "Das hält die Gesellschaft zusammen", erklärt König und ergänzt: "Das Geld bleibt!" Die Relevanz des Ehrenamts schätzt auch Nasser Ahmed hoch ein. "Ich persönlich konnte meinen Weg als Kind von Arbeitern und als Kind von Geflüchteten nur gehen, weil ich in Sportvereinen die Chance bekommen habe, Gemeinschaft zu erleben, weil ich auf dem Aktivspielplatz groß geworden bin und auch auf Kerwas den Zusammenhalt erleben konnte."

Im ersten Wahlgang am 8. März erhielt Nasser Ahmed 26,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Amtsinhaber Marcus König kam mit 46,0 nah an die 50-Prozent-Marke. Ob er weiterhin an der Spitze der Frankenmetropole steht, wird die Stichwahl am 22. März zeigen.