Wegen eines Fahrzeugbrandes hat die Polizei in Uffenheim ermittelt - und das vermeintliche Opfer als Täter ausgemacht
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Transporter-Brand: AfD-Mann gesteht Vortäuschung einer Straftat

Transporter-Brand: AfD-Mann gesteht Vortäuschung einer Straftat

Im Fall eines ausgebrannten Kleintransporters in Uffenheim im Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim hat sich der anfängliche Verdacht einer politisch motivierten Straftat als Täuschung erwiesen. Das scheinbare Opfer war wohl selbst der Täter.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Es ging um Schmierereien und einen angezündeten Kleintransporter - und den Verdacht, dass ein AfD-Mitglied in Uffenheim bedroht worden sei. Doch nach wochenlangen Ermittlungen deutet alles darauf hin, dass der 44-Jährige die Vorfälle selbst inszeniert hat.

Vermeintliches Opfer ist geständig

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat der 44-jährige Fahrzeughalter gestanden, sein Fahrzeug selbst angezündet zu haben. Der Brand Anfang Februar hatte für erhebliches Aufsehen und für Diskussionen in sozialen Medien gesorgt, da der Eigentümer Mitglied der AfD ist und zunächst alles auf einen gegen ihn gerichteten Anschlag hindeutete.

Eigene Handschrift war verräterisch

Aufgrund dieser politischen Dimension hatte das Staatsschutzkommissariat der Kriminalpolizei Ansbach die Ermittlungen übernommen. Der entscheidende Durchbruch gelang den Beamten durch einen Drohbrief, den der 44-Jährige selbst als Beweismittel vorgelegt hatte. Eine genaue Analyse durch Spezialisten ergab laut Polizei jedoch, dass die Handschrift auf dem Brief mit der des Mannes übereinstimmte.

Alles nur inszeniert

Mit diesen Erkenntnissen konfrontiert, legte der Eigentümer ein umfassendes Geständnis ab. Er räumte ein, den Drohbrief selbst verfasst und den Brand an seinem Transporter gelegt zu haben. Zudem gab er zu, wenige Tage zuvor das Fahrzeug eigenhändig mit politischen Graffitis besprüht zu haben, um gezielt den Anschein einer politisch motivierten Tat zu erwecken.

Aktion wird zum Bumerang

Der Transporter war in der Nacht zum 4. Februar in der Custenlohrer Straße in Flammen aufgegangen und vollständig ausgebrannt. Zeugen hatten den Brand gegen 2.30 Uhr gemeldet. Die alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen, verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf eine Höhe von rund 30.000 Euro. Die Ermittlungen richten sich nun gegen den 44-jährigen Eigentümer.

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