Im Fall der seit 19 Jahren vermissten Kerstin Lee Langley scheint es eine neue Spur zu geben. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz am Donnerstag mitgeteilt hat, finden aktuell im Rahmen der Ermittlungen bei Kadenzhofen, einem Ortsteil von Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Grabungsarbeiten statt. Diese erfolgen im Zusammenhang mit neuen Hinweisen, welche einen Wiesen- und Waldbereich als möglichen Fundort der Vermissten vermuten lassen, so die Polizei.
Spezialisten von BKA und Kripo Regensburg vor Ort
Etwa 100 Quadratmeter Fläche werden untersucht. Ein Bagger gräbt vorsichtig das Erdreich auf, schichtweise wird die Erde abgetragen. Spezialisten des Bundeskriminalamts und der Kriminalpolizei Regensburg arbeiten sich anschließend durch das Material. Corinna Wild, Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz, sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass man konkret Hinweisen nachgehe, dass der Leichnam der Vermissten in diesem Bereich vergraben sein soll. Laut Polizei wurde bis zum Nachmittag gegraben. Gefunden wurde aber nichts. Die Suche soll nun am Freitag fortgesetzt werden.
Kerstin Lee Langley seit 2007 spurlos verschwunden
Kerstin Lee Langley wurde 2007 in Regensburg von ihrem Bruder als vermisst gemeldet. In der Hoffnung auf neue Hinweise hatte die Polizei 2013 eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Der Cold Case wurde zudem 2024 in der Sendung "Aktenzeichen XY" aufgegriffen. Langleys damaliger Lebensgefährte gab laut den Ermittlern an, sie habe sich von ihm getrennt und sei mit einem alten Freund in einem dunklen Auto mit Deggendorfer Kennzeichen davongefahren.
Bisher gelang es der Polizei nicht, diesen "alten Freund" ausfindig zu machen. Auch ein Tatverdacht gegen den Lebensgefährten, zu dem die Frau einige Zeit zuvor nach Regensburg gezogen sei, habe sich nicht erhärtet.
Die vermisste Kerstin Lee Langley. Sie war im Jahr 2007 spurlos verschwunden. Seither verliefen die Ermittlungen der Polizei ins Leere.
BKA: 10.000 Euro Belohnung für Hinweise
2024 hielt die Polizei vieles für möglich: vom freiwilligen Verschwinden bis hin zum Unfall oder Tötungsdelikt. Nach der "XY-"-Sendung hatten Polizisten auf der Suche nach den sterblichen Überresten einen Teil des Paintner Forsts westlich von Regensburg durchsucht. Auslöser war damals ein Hinweis eines Mannes aus Nordrhein-Westfalen, der sich selbst als Seher bezeichnete. Er hatte den Angaben zufolge Informationen zum möglichen Ort der Leiche der Frau per Mail übermittelt. Bei der Suche mit rund 40 Kräften fanden die Ermittler aber lediglich Überreste, bei denen es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein totes Tier handelte.
Das bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise eine Belohnung von 10.000 Euro ausgeschrieben.
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