Bayern ist in der Welt zuhause. Und Bayern ist weltweit eine Marke. So sieht Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Freistaat. Die "Marke Bayern" soll nun in sieben weiteren Staaten der Erde Gesicht zeigen. Das bayerische Kabinett beschloss am Dienstagvormittag, sieben weitere Auslandsrepräsentanzen aufzubauen.
Von Singapur bis São Paulo
Zu den bislang 34 Außenrepräsentanzen sollen Auslandsbüros in folgenden Städten dazu kommen: In der US-Hauptstadt Washington, in der chinesischen Hauptstadt Peking, im Inselstaat Singapur, in Bangalore in Indien, in der größten Stadt Brasiliens, São Paulo, im rumänischen Bukarest und bereits am 7. Oktober soll eine Repräsentanz im polnischen Breslau eröffnet werden.
Für São Paulo habe sich die Staatsregierung laut Söder entschieden, weil man dort "bewusst den südamerikanischen Markt über Mercosur stärker für Bayern erschließen" wolle.
Wirtschaftsinteressen im Vordergrund
10 Millionen Euro soll der Aufbau der Auslandsbüros kosten. Der Freistaat sieht sich dabei als Brückenbauer, vor allem für "strategische Wirtschaftsinteressen", wie Söder sagt. Bayern sei eine international anerkannte Marke - auch beim Sport, im Tourismus und in der Kultur.
Wiederholt betont Söder, dass der Freistaat Bayern in der EU die sechstgrößte Volkswirtschaft sei. Mit diesem Rang wirbt der bayerische Ministerpräsident oft. Die wirtschaftliche Stärke zahle sich mit "Zins und Zinseszins" aus.
Koordination künftig in der Staatskanzlei
Intern strukturiert die Staatsregierung dabei etwas um. Die Federführung und Koordinierung dieser Auslandsrepräsentanzen soll künftig laut Söder "aus einem Guss" kommen. Das bedeutet, die Auslandsbüros in den künftig 41 Staaten heißen dann "Repräsentanz des Freistaats Bayern in..." (das jeweilige Land). Die Infrastruktur soll möglichst unter einem Dach gebündelt werden. Die Außenwirtschaftspolitik bleibt weiterhin im Bereich des bislang zuständigen Wirtschaftsministeriums mit Minister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Es wird auch künftig Repräsentanzen geben, die eigenständig nur beim Wirtschaftsministerium angesiedelt sind.
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