Zwei Feuerwehrmänner stehen in einem verbrannten Waldgebiet bei Alzenau, im Vordergrund schlagen kleine Flammen aus einem verkohlten Baumstamm, Sonnenlicht bricht sich in Rauchschwaden. Nahe der bayerisch-hessischen Grenze hält ein Waldbrand die Feuerwehren in Atem. Auch in der Oberpfalz steht eine Waldfläche in Flammen.
Zwei Feuerwehrmänner stehen in einem verbrannten Waldgebiet bei Alzenau, im Vordergrund schlagen kleine Flammen aus einem verkohlten Baumstamm, Sonnenlicht bricht sich in Rauchschwaden. Nahe der bayerisch-hessischen Grenze hält ein Waldbrand die Feuerwehren in Atem. Auch in der Oberpfalz steht eine Waldfläche in Flammen.
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In der Nähe des unterfränkischen Alzenau hat am Nachmittag ein größeres Waldstück gebrannt.
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In der Nähe des unterfränkischen Alzenau hat am Nachmittag ein größeres Waldstück gebrannt.

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Mehrere Waldbrände in Bayern und an der Grenze zu Hessen

Mehrere Waldbrände in Bayern und an der Grenze zu Hessen

Nach der wochenlangen Trockenheit ist die Waldbrand-Gefahr in vielen Regionen in Bayern inzwischen hoch oder sehr hoch. Die Feuerwehren mussten am Montag zu mehreren Einsätzen ausrücken. Betroffen waren Unterfranken, Mittelfranken und die Oberpfalz.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Wer im unterfränkischen Alzenau am Montagnachmittag nach draußen schaute, konnte die Rauchentwicklung aus dem benachbarten Hessen sehen und teils auch riechen. Zwischenzeitlich sollten die Menschen in Alzenau wegen eines größeren Waldbrands südlich des osthessischen Rodenbachs die Fenster und Türen geschlossen halten. Am Abend wurde die Warnung aufgehoben; inzwischen sind die Feuer nach Angaben der Einsatzkräfte weitgehend unter Kontrolle.

"Kräftezehrender Einsatz": Bis zu drei Hektar Wald brannten

Hessische Feuerwehrleute sind aber nach wie vor im Einsatz, um Glutnester zu löschen. Die rund 130 Feuerwehrleute aus dem benachbarten Landkreis Aschaffenburg, die unterstützend mit vor Ort waren, durften bereits gestern Abend gegen 20 Uhr wieder abrücken. "Der Einsatz bei den hochsommerlichen Temperaturen war sehr kräftezehrend", erklärte Fabien Kriegel, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion.

Das Brandgebiet erstreckt sich über mehrere zehntausend Quadratmeter. Eine genaue Größe und Ausdehnung lässt sich nach Angaben der Feuerwehr noch nicht abschließend bestimmen. Insgesamt gab es vier Brandherde. Warum der Wald in Brand geraten ist, ist noch unklar. Die Ermittlungen zur Ursache laufen. Nach Angaben der Polizei kann derzeit auch Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

Zwei weitere kleine Waldbrände im Landkreis Aschaffenburg

Nach nur einer kurzen Verschnaufpause musste ein Teil der Feuerwehrleute aus dem Landkreis Aschaffenburg kurze Zeit später zu zwei weiteren Waldbränden ausrücken: Bei Geiselbach und später bei Daxberg hatten zwischen 21 und 22 Uhr mehrere hundert Quadratmeter gebrannt und die Einsatzkräfte nochmals bis Mitternacht in Atem gehalten.

Waldbrand bei Volkach breitete sich rasend schnell aus

Bei Volkach im Landkreis Kitzingen hat es am Montagnachmittag ebenfalls gebrannt. Das Feuer hatte gegen 16 Uhr im Straßengraben neben einer Straße in der Nähe der Standortschießanlage der Bundeswehr ganz klein begonnen. "Doch dann ging alles rasend schnell", berichtet ein Zeuge dem BR. Starke Windböen hätten die Flammen in weniger als einer Minute über eine dürre Wiese bis zum Wald getrieben, erklärt der Zeuge. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen dann 15.000 Quadratmeter Waldboden in Flammen.

Zusammenarbeit von Feuerwehr, Bundeswehr, Landwirten und Winzern

140 Helfer der Feuerwehr aus den Landkreisen Kitzingen und Schweinfurt sowie 50 Bundeswehrsoldaten vom Standort Volkach waren im Einsatz. Glück im Unglück: An der Standortschießanlage der Bundeswehr bei Volkach gibt es eine große Zisterne. So war schnell Löschwasser über die Straße hinweg im Wald verfügbar. Außerdem waren alle verfügbaren Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren im Einsatz, dazu Landwirte und Winzer mit ihren Wassertanks.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden. Auch in der Nacht zum Dienstag muss die Feuerwehr Brandwachen stellen, die wieder aufflammende Glutnester im Waldboden löschen.

Waldbrand im Nürnberger Süden unter Kontrolle

Großalarm am Montag auch im Nürnberger Süden. In einem Waldstück nahe der Imbuschstraße im Stadtteil Langwasser waren laut Polizei rund 800 Quadratmeter Waldboden in Brand geraten. Anwohner hatten gegen 20.30 Uhr eine Rauchentwicklung bemerkt und den Notruf gewählt. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand.

Nach Angaben der Einsatzleitung handelte es sich um ein reines Bodenfeuer im Dickicht, einen sogenannten Vegetationsboden-Flächenbrand ohne hohe Flammen. Ein Sprecher der Feuerwehr Nürnberg bestätigte, dass der Brand vergleichsweise schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Waldbrand in Oberpfalz gelöscht - mit Unterstützung von Landwirten

Auch im oberpfälzischen Schnaittenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach ist am Monatg ein Waldbrand ausgebrochen. Mit Unterstützung von Landwirten ist der Brand inzwischen gelöscht worden. Es hätten mehr als 1.000 Quadratmeter Wald gebrannt, sagte Polizeisprecher Dominik Lehmeier. Nun gebe es noch Nachlöscharbeiten an der Brandstelle.

Zwischenzeitlich habe es dramatisch ausgesehen, weil der Wind das Feuer weiter anfachte und sich die Flammen weiter in Richtung der Ortschaft trieb. Dann hätten Bauern die Löscharbeiten mit wassergefüllten Güllefässern unterstützt. So habe der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden können. 

Rund 160 Einsatzkräfte wegen Hitze stark gefordert

Insgesamt seien rund 160 Kräfte im Einsatz gewesen, darunter rund 120 Feuerwehrleute. Zwei Feuerwehrmänner wurden leicht verletzt. Auch die Bergwacht und das THW waren unterwegs, um mit Quads die Lage auf unwegsamen Waldwegen zu erkunden und Einsatzkräfte mit Wasser und Essen zu versorgen.

Nach Angaben von Kreisbrandmeister Michael Werner waren die Einsatzkräfte bei Temperaturen um die 31 Grad sehr schnell stark erschöpft, sie hätten etwa stündlich ausgetauscht und verpflegt werden müssen, um Kreislaufprobleme zu vermeiden.

Im Video: BR-Reporter vom Waldbrand in Schnaittenbach

BR-Reporter am Einsatzort, Feuerwehrfahrzeuge
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Löscharbeiten in der Hitze

Mit Informationen von dpa

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