(Symbolbild) Ein alter Wasserhahn im Außenbereich tropft.
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(Symbolbild) Der Zweckverband Waldwasser sichert die Wasserversorgung.
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Waldwasser: Versorgung gesichert - trotz des trockenen Sommers

Waldwasser: Versorgung gesichert - trotz des trockenen Sommers

Die vergangenen Monate waren viel zu trocken: Im Bayerischen Wald haben Kommunen zum Wassersparen aufgerufen. Nicht betroffen sind Gemeinden, die zum Zweckverband Waldwasser gehören – dennoch schaut man auch hier in die Zukunft.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Niederbayern und Oberpfalz am .

Der September war einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und zudem war es in weiten Teilen West- und Mitteleuropas viel zu trocken. Das hat der EU-Klimadienst Copernicus gemeldet. Die Folgen sind auch im Bayerischen Wald bemerkbar – viele Gemeinden rufen zum Wassersparen auf.

In Hauzenberg im Landkreis Passau spitzt sich die Wassersituation derart stark zu, sodass Bürgermeister und Wassermeister von einer "Wasserkrise" sprechen. In den vergangenen Monaten meldeten immer wieder Gemeinden im Bayerischen Wald Probleme mit dem Trinkwasser, wie Böbrach im Landkreis Regen und Untergriesbach im Landkreis Passau, Thurmansbang und Haidmühle, beide im Landkreis Freyung-Grafenau. Dort rief Bürgermeister Roland Schraml (CSU/JWU) die Bürger in den Netzwerken ebenfalls zum Wassersparen auf.

Waldwasser-Versorgung ist gewährleistet

Nicht betroffen sind Gemeinden, die zum Zweckverband Waldwasser gehören. Das ist ein kommunaler Zweckverband von sieben niederbayerischen Landkreisen und der Stadt Deggendorf, der bereits 1963 gegründet worden ist, mit dem Ziel, die Trinkwasserversorgung für die Menschen in Niederbayern nachhaltig zu sichern. Dieser versorgt heute rund 225.000 Menschen im Bayerischen Wald und im ostbayerischen Donauraum. Die Versorgungssicherheit sei gewährleistet, wie es heißt.

Das Wasserwerk in der Gemeinde Moos ist eins von zwei Standbeinen von Waldwasser. Vor Ort sieht man: Mächtige Stahlrohre sind in verschiedenen Farben lackiert – rote, blaue und schwarze Filterbehälter und mehrere riesige Edelstahltanks, die jeweils eine Million Liter Wasser fassen – und zwar Trinkwasser.

Geschäftsführer: "Das Brunnenfeld ist ein Schatz"

Grundsätzlich ist jede Gemeinde selbst für die Trinkwasserversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger zuständig. Tatsächlich verfügen die allermeisten Gemeinden im Gebiet des Zweckverbandes Waldwasser nach wie vor über eigene Quellen und Brunnen und nicht alle sind an das insgesamt rund 850 Kilometer umfassende Leitungsnetz von Waldwasser angeschlossen.

Die Brunnen und das Wasserwerk in Moos befinden sich im Mündungsgebiet von Isar und Donau. Entsprechend ergiebig sind die Quartärbrunnen. "Dieses Brunnenfeld ist ein Schatz, den wir nutzen können, aber auch schützen müssen", betont Hermann Gruber, Geschäftsführer von Waldwasser.

Daneben bezieht der Zweckverband Wasser auch aus der Trinkwassertalsperre Frauenau im Bayerischen Wald. Die Anlage, die sich aus den Zuflüssen des Hirschbachs und des Kleinen Regens speist, ist 1984 in Betrieb gegangen. Hinter dem 70,5 Meter hohen Staudamm, dem höchsten in Deutschland, sammeln sich bis zu 21 Millionen Kubikmeter Wasser. Damit könnte man etwa zehnmal die Münchner Allianz-Arena füllen. Das Wasser aus der Talsperre wird im Wasserwerk wenige Kilometer weiter im Frauenauer Ortsteil Flanitz gefiltert und ins Netz eingespeist.

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(Archivbild) Blick auf die Trinkwassertalsperre Frauenau - aufgenommen im Jahr 2023

Trinkwassertalsperre Frauenau nur noch zur Hälfte gefüllt

Insgesamt stellt der Zweckverband Waldwasser für die angeschlossenen Gemeinden jedes Jahr gut 12 Millionen Kubikmeter Trinkwasser zur Verfügung. Rund 80 Prozent davon kommen aus der Trinkwassertalsperre in Frauenau. Dort ist nach dem Trockensommer der Seespiegel deutlich gesunken. "Die Talsperre ist gebaut für zwei absolute Trockenjahre. Sie ist jetzt etwa zur Hälfte gefüllt. Das heißt, wenn es ein weiteres solches Trockenjahr geben sollte, bekämen wir ein Problem", mahnt Gruber.

Denn nicht nur der Zufluss in den Speichersee ist deutlich reduziert, auch die Entnahmemenge ist anhaltend groß: "Wir brauchen auch jetzt noch mehr als 50.000 Kubikmeter Wasser pro Tag. Das sind Werte, die wir vor zehn Jahren als Maximalwert gemessen haben, das ist jetzt ein Durchschnitt", so Hermann Gruber.

Zweites Wasserwerk soll Zukunft sichern

Um auch künftig die Wasserversorgung für die rund 225.000 Menschen im Gebiet des Zweckverbandes zu sichern, plant Waldwasser die Erweiterung des Brunnenfeldes in Moos. Dort soll auch ein zweites Wasserwerk gebaut werden: "Wir wollen zwei Horizontalbrunnen bohren und dürfen keine Zeit verlieren, damit wir künftig reagieren können. Bedenken, die Grundwasservorräte zu sehr auszubeuten, kennt Gruber, erklärt aber: "Die Pläne werden von Naturschutzexperten genau begutachtet."

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