Auf Bayerns Feldern hat die Getreideernte begonnen.
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Mähdräscher bei der Getreideernte: Der trockene Frühling und die heißen Sommermonate haben die Ernte vorgezogen.
Bildrechte: Asya Fröhlich
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Mähdräscher bei der Getreideernte: Der trockene Frühling und die heißen Sommermonate haben die Ernte vorgezogen.

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Wegen Trockenheit: Ernte in Bayern beginnt früher

Wegen Trockenheit: Ernte in Bayern beginnt früher

Monatelange Trockenheit und eine frühe Hitzewelle mit Rekordtemperaturen setzen Bayerns Landwirtschaft unter Druck. Der Bauernverband rechnet für die Ernte 2026 mit einer durchschnittlichen Ernte – bei gleichzeitig niedrigen Erzeugerpreisen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Die diesjährige Getreideernte ist gut zwei bis drei Wochen früher als in anderen Jahren. Ursache sind der sehr trockene April und die heißen Monate danach. Nach einem guten Start ins Anbaujahr mit ausreichendem Schnee im Winter und einer weitgehend problemlosen Frühjahrsaussaat blieb der Regen fast aus: Im April fiel vielerorts nahezu kein Niederschlag.

Frühe Ernte nach trockenem Frühjahr

Die Wintergetreidearten konnten noch Wasser aus der Schneeschmelze nutzen. Die Wintergerste konnte sich vergleichsweise gut behaupten und wurde zuletzt in ganz Bayern geerntet. Für Sommerkulturen kamen die Niederschläge dagegen vielerorts zu spät: Kleine Körner und Mengenverluste sind die Folge, je nach Region und je nachdem, wie viel es geregnet hat.

Bei der traditionellen Erntefahrt im Landkreis Mühldorf am Inn, in Reichersheim und Kirchdorf, stellte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV) eine erste Prognose auf. Bauernverbandspräsident Günther Felßner rechnet mit einer leicht unterdurchschnittlichen Ernte mit stark schwankender Qualität.

Niedrige Preise, hohe Kosten – nur Raps als Lichtblick

Während die Erträge sinken, bleiben die Getreidepreise auf dem Weltmarkt niedrig: unter 20 Euro pro 100 Kilogramm. Hohe Kosten für Dünger und Energie treffen auf niedrige Getreidepreise. "Die Kosten-Erlös-Schere wird für viele Ackerbaubetriebe zur Zerreißprobe", warnt Hermann Greif vom BBV. Einziger Lichtblick sei der Rapsmarkt, der an der Börse bessere Erlöse bringe.

Bauernverband fordert bessere Rahmenbedingungen

Für Felßner zeigt die aktuelle Lage: Der Klimawandel sei in der Landwirtschaft längst Realität. Hitze, Trockenheit und extreme Wetterlagen würden zur neuen Normalität. Der Bauernverband fordert deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen – Unterstützung und weniger Bürokratie. Nur so könnten die Betriebe sich an häufigere Extremwetter anpassen und weiterhin verlässlich Lebensmittel und erneuerbare Energie erzeugen. Kaniber hob die Unterstützung des Freistaats hervor, etwa über den Zuschuss für eine Mehrgefahrenversicherung bei Ernteausfällen durch zum Beispiel Überschwemmungen, Hagel oder Trockenheit

Appell an Verkehrsteilnehmer in der Erntezeit

Mit Blick auf die kommenden Wochen erinnert Felßner daran, dass jetzt viele große Erntemaschinen auf Bayerns Straßen unterwegs sind. Er bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Geduld: Wer hinter einem Mähdrescher, einem vollen Anhänger oder einem Häcksler herfahren muss, solle sich vorstellen, "dass da das nächste Croissant vor ihm ist".

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