Der Allgäuer Tourismusverband Allgäu GmbH zieht trotz des wechselhaften Wetters und des späten Wintereinbruchs eine positive Zwischenbilanz über die bisherige Wintersaison 2025/ 2026. "Ab Weihnachten haben die Temperaturen stetig abgenommen und der Schnee wurde immer mehr", sagte die Pressesprecherin des Verbands, Simone Zehnpfennig, dem BR. "Viele Ski-Touristen dürfte das sehr gefreut haben." Ihren Beobachtungen zufolge seien vor allem Kinder-Skikurse extrem gefragt und vielerorts ausgebucht gewesen.
Liftbetreiber konfrontiert mit zweistelligen Plusgraden
Nach einem guten Start in die Wintersaison mit relativ viel Schnee im November waren Skiliftbetreiber und Skifahrer Anfang bis Mitte Dezember mit teils zweistelligen Plusgraden konfrontiert. Manche Betreiber, wie etwa die Alpspitzbahn in Nesselwang, mussten ihre Saisoneröffnung wegen Schneemangels nach hinten verschieben. Andere Liftbetreiber versuchten, ihre Skigebiete zumindest teilweise zu öffnen. "Das war zwar gut für diejenigen, die zum Skifahren ins Allgäu gekommen sind, hat aber teilweise für Unmut gesorgt, dass der volle Ticketpreis fällig war, obwohl nur ein Bruchteil der Pistenkilometer geöffnet war", sagte Simone Zehnpfennig.
Verbesserte Lage seit Weihnachten
Rupert Schön, Betriebsleiter im Skigebiet Eschach, zeigt sich sehr zufrieden mit den vergangenen Wochen: "Wir sind ab Weihnachten fast überrannt worden." An manchen Tagen habe es kilometerlange Staus und zu wenige Parkplätze für alle Skitouristen gegeben. Durch die zweistelligen Minusgrade konnte in vielen Skigebieten großflächig beschneit werden, und gerade um Silvester herum kam auch noch mal Schnee von oben dazu.
Auch Allgäuer Hoteliers sind zufrieden
Die Buchungslage über Weihnachten und Silvester war aus Sicht von Hoteliers und Ferienwohnungsvermietern laut Zehnpfennig gut bis sehr gut, wenngleich auch vereinzelt nicht alle Betten belegt waren.
Michael Kramm, Geschäftsführer des Landhaus-Hotels Sommerau in Buchenberg bei Kempten, sagte dem BR, die schlechten Schneeprognosen Anfang Dezember hätten keinen Einfluss auf die Buchungszahlen gehabt; fast alle Zimmer seien während der Weihnachtsferien durchgehend belegt gewesen. Denn: "Wir haben fantastische Wanderwege, wir haben fantastische Einkehrmöglichkeiten. Das Allgäu hat so viel zu bieten, man braucht nicht unbedingt Skifahren."
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