Im Vermisstenfall Kerstin Lee Langley ist die Suche in einem Waldstück in Sulzbach-Rosenberg ohne Ergebnis geblieben. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz am Dienstagvormittag bekanntgab, wurden in dem Bereich im Waldstück neben dem Waldfriedhof in Sulzbach-Rosenberg keine menschlichen Knochen gefunden worden.
Polizei: Keine Grabungen in Sulzbach-Rosenberg
Am Montag hatten Spezialisten der Spurensicherung den betreffenden Bereich in Sulzbach-Rosenberg sondiert. Auch mithilfe von Leichenspürhunde wurde das Gelände abgesucht - allerdings ergebnislos. Gegraben werde deshalb in diesem Bereich in Sulzbach-Rosenberg zunächst nicht, so die Sprecherin.
Menschliche Überreste in Kadenzhofen gefunden
Anders im Wiesen- und Waldbereich bei Kadenzhofen im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz: Dort laufen die Grabungen laut Polizeipräsidium weiter. Sowohl am Dienstag als auch in den kommenden Tagen seien dort weitere Maßnahmen vorgesehen. Bereits vergangene Woche waren bei Kadenzhofen menschliche Überreste gefunden worden. Ein Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung liege aber noch nicht vor. Deshalb sei auch noch nicht klar, ob diese menschlichen Überreste Kerstin Lee Langley zugeordnet werden können.
In dem Hinweis, der nun bei der Polizei eingegangen ist, sei zum einen der genannte Wiesen- und Waldbereich in Kadenzhofen angegeben worden sowie das jetzt sondierte Waldstück in Sulzbach-Rosenberg. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt weiter.
Vermisstenfall bereits Thema bei "Aktenzeichen XY ungelöst"
Kerstin Lee Langley war 2007 in Regensburg von ihrem Bruder als vermisst gemeldet worden. In der Hoffnung auf neue Hinweise hatte die Polizei 2013 eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Der Cold Case wurde zudem 2024 in der Sendung "Aktenzeichen XY" aufgegriffen. Damals hielt die Polizei vieles für möglich: vom freiwilligen Verschwinden bis hin zum Unfall oder Tötungsdelikt.
Nach der "XY"-Sendung hatten Polizisten nach einem Hinweis aus Nordrhein-Westfalen auf der Suche nach den sterblichen Überresten einen Teil des Paintner Forsts westlich von Regensburg durchsucht. Bei der Suche mit rund 40 Kräften fanden die Ermittler aber lediglich Überreste, bei denen es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein totes Tier handelte.
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