Das Oktoberfest von oben.
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Die Wiesn am zweiten Wochenende von oben.
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Wiesn-Zwischenbilanz: Mehr Besucher als 2025 auf dem Oktoberfest

Wiesn-Zwischenbilanz: Mehr Besucher als 2025 auf dem Oktoberfest

Noch mehr Besucher als im Vorjahr feiern auf dem Oktoberfest. Trotzdem: Bisher alles friedlich. Laut Halbzeitbilanz ist es eine sonnige, fast perfekte Wiesn – nur ein tragischer Unfall überschattet das Fest.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3 am Sonntag am .

Bei perfektem Volksfestwetter hat das Oktoberfest dieses Jahr noch mehr Menschen angelockt als im Vorjahr. Die Festleitung schätzt die Besucherzahl in der ersten Woche auf rund 3,8 Millionen – nach 3,5 Millionen im Vorjahr. Dennoch kam es nicht zu gefährlichen Auslastungsspitzen. "Es war von Anfang an eine entspannte Atmosphäre, es war eine friedliche erste Woche", sagte Wiesnchef Christian Scharpf (SPD).

Mehr Besucher unter der Woche

Er sprach auch von einer "fröhlichen und friedlichen Stimmung", die er sich nicht zuletzt mit der Besucherlenkungs-Kampagne "How to Wiesn" erklärt. In sozialen Medien wurde etwa an Besucher appelliert, lieber unter der Woche zu kommen. Tatsächlich waren es dann Montag bis Donnerstag 18,5 Prozent mehr Besucher als im vergangenen Jahr gewesen.

Das nach der kritischen Überfüllung im vergangenen Jahr nachgeschärfte Sicherheitskonzept hat sich laut Wiesnchef bewährt und bedeute einen "Quantensprung", weil die Festleitung nun dank vieler neuer Kameras "zu jeder Sekunde sagen kann, was wo los ist" und wo sich Menschenansammlungen abzeichnen.

Mit Durchsagen wie am Samstag könne man dann die Besucher "in Bewegung bringen" und etwa animieren, während des Reservierungswechsels erst einmal in die Schaustellerstraße zu gehen. Am frühen Samstagabend wurden auch die Haupteingänge kurzzeitig gesperrt. Das Gelände sei aber nie komplett geschlossen worden, betont Scharpf. Mit der U-Bahn anreisenden Besuchern legt er den Bahnhof Schwanthalerhöhe ans Herz. Dieser sei noch eher ein "Geheimtipp", während die Haltestelle Theresienwiese sehr stark frequentiert sei.

Neues In-Getränk: Saures Radler 

Der Festbierabsatz ist um 1,4 Prozent zurückgegangen, beim alkoholfreien Bier gab es aber eine Steigerung um 4,5 Prozent. Neu ist heuer der Trend zum "sauren Radler" – einer Mischung aus Bier und Mineralwasser. Er könne sich das nicht recht vorstellen, sagte Scharpf, er werde das In-Getränk nun aber selbst probieren. Beim Essen sind Hendl und Bratwürste die Klassiker geblieben.

Lebkuchenherzen: Aus "Fescher Bua" wird "Bel ragazzo"

Als Souvenir kaufen gerade ausländische Touristen laut Scharpf gerne Lebkuchenherzen – und interessieren sich dabei auch für die Übersetzungen der Schriftzüge durch die Verkäufer –, aus "Fescher Bua" wird dann zum Beispiel schon mal "Bel ragazzo" oder aus "Spatzl" ein "Sweetheart". Stark nachgefragt sind auch Pins, mit denen man übrigens auch seinen Beziehungsstatus erklären kann: Das Edelweiß steht für "vergeben", die Breze für "Single".

Mehr Einsätze trotz entspannter Stimmung

Die Polizei spricht bislang von einer "insgesamt positiven, weitgehend friedlichen Wiesn“: Bis einschließlich Samstag hat sie 471 Straftaten und Ordnugnswidrigkeiten (2025: 416) registriert. So ging es beispielsweise um 135 Körperverletzungen und 122 Rauschgiftdelikte – und hier wiederum fast ausschließlich um Kokain. Die Statistik weist auch 32 Sexualdelikte auf. Eine Anzeige wegen Vergewaltigung gab es bisher nicht.

Neu ist in diesem Jahr die Untersütztung von Experten zur Drohnenabwehr. Trotz eines Flugverbots für private Flugroboter über der Wiesn wurden bereits 74 Drohnen fesgesellt und "dementsprechende Maßnahmen gegen die Piloten eingeleitet“, so die Polizei.

Wiesnambulanz: 4300 Patienten bislang

Das Mini-Krankenhaus auf der Wiesn hat heuer mehr Arbeit. Denn mit den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Besucherzahl hat auch die Zahl der Patienten zugenommen: Knapp 4.300 Besucher wurden bisher behandelt – sieben Prozent mehr als in der ersten Wiesn-Halbzeit 2025. Je zu einem Drittel sei es um chirurgische und internistische Notfälle sowie alkoholbedingte Probleme gegangen, sagte Geschäftsführer Michel Belcijan. Er riet in dem Zusammenhang allen Biertrinkern auch zum "Zwischenwasser“ und merkte an: "Das ist günstiger als eine Infusion, und man kann es selbst zu sich nehmen.“ Nur 55 aller Patienten (1,3 Prozent) der Wiesnambulanz habe man noch in Kliniken bringen müssen.

Auch Schausteller zufrieden

Rundum zufrieden sind dieses Jahr die Schausteller. "So darf es weitergehen", sagt Sprecherin Yvonne Heckl. Getrübt wird die Zwischenbilanz freilich durch einen tödlichen Betriebsunfall, bei dem ein Security-Mitarbeiter des Freefall-Towers "Hangover" ums Leben gekommen ist.

Bis jetzt kein Wiesnhit

Welches Lied heuer der Wiesn-Hit wird, ist noch unklar. Laut Scharpf zeichnet sich aber ein Trend zum Song "Gute Laune" von Musik-Duo "GroßstadtEngel" ab.

Im Fundbüro wurden bisher 40 Prozent weniger Gegenstände als im vergangenen Jahr abgegeben. Zu den 800 Fundsachen zählten Ausweise, Schlüssel, Brillen, Hüte und ein großer Bildband über Tibet. "Eventuell hat auch das zur entspannten Stimmung beigetragen", sagte Wiesnchef Scharpf augenzwinkernd.

Im Video: Oktoberfest-Zwischenbilanz

Am neunten Tag des größten Volksfests der Welt wurde Zwischenbilanz gezogen. Die fällt gut aus.
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Am neunten Tag des größten Volksfests der Welt wurde Zwischenbilanz gezogen. Die fällt gut aus.

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