ARCHIV - 18.02.2011, Bayern, Straubing: Ein Junge hält in einem Klassenzimmer der Mittelschule St. Stephan in Straubing (Niederbayern) sein Zwischenzeugnis in der Hand.
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Zwischenzeugnisse für Bayerns Schülerinnen und Schüler
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Zwischenzeugnisse für Bayerns Schülerinnen und Schüler

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Zwischenzeugnisse und Ferienbeginn in Bayern

Zwischenzeugnisse und Ferienbeginn in Bayern

Heute starten die Faschingsferien. Für Schüler und Schülerinnen bedeutet das: Sie bekommen Zwischenzeugnisse. Aber nicht alle bekommen ein Zeugnis - in den Klassen 1 bis 3 werden auch sogenannte Lernentwicklungsgespräche immer beliebter.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Viele Kinder und Jugendliche in Bayern erhalten am Freitag ihr Zwischenzeugnis. An zahlreichen Grundschulen sowie an einigen Mittelschulen wird das klassische Notenzeugnis inzwischen jedoch durch ein Lernentwicklungsgespräch ersetzt. Dabei besprechen das Kind, die Eltern und die Lehrkraft gemeinsam Stärken, Schwächen und neue Ziele. Andere Schularten setzen stattdessen auf mehrere schriftliche Rückmeldungen. Unabhängig davon, in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt die Rückmeldung erfolgt, gilt: Über gute Leistungen darf man sich freuen – und weniger gute Noten bedeuten noch lange kein Scheitern.

Kultusministerin: Zwischenzeugnis nur eine Momentaufnahme

Auch Kultusministerin Anna Stolz von den Freien Wählern unterstreicht: "Das Zwischenzeugnis ist nur eine Momentaufnahme. Bis zum Schuljahresende kann sich noch viel verändern." Im zweiten Halbjahr bleibe ausreichend Zeit, um gezielt an Schwächen zu arbeiten und sich zu verbessern.

Die Schulpsychologin Regina Knape empfiehlt Eltern, bei enttäuschenden Noten ruhig und sachlich zu bleiben. Eigene Gefühle wie Ärger oder Enttäuschung sollten nicht auf das Kind übertragen werden. Mit etwas zeitlichem Abstand könne gemeinsam überlegt werden, welche Ursachen die Leistungen hatten und welche Unterstützung sinnvoll ist – etwa durch Nachhilfe, Lerngruppen oder regelmäßiges Üben zu Hause.

Leistungsbewertungen gehören zum Leben dazu

Wichtig sei es, Kindern zu vermitteln, dass Rückmeldungen und Leistungsbewertungen zum Leben dazugehören – nicht nur in der Schule. Nicht jedes Ziel werde sofort erreicht; das sei kein Misserfolg, sondern Teil eines Lernprozesses. Entscheidend sei, Fortschritte, Einsatz und Entwicklung stärker in den Blick zu nehmen als einzelne Noten.

In Bayern werden die Halbjahreszeugnisse am letzten Schultag der zweiten vollständigen Februarwoche ausgegeben. In den Jahrgangsstufen 1 bis 3 der Grundschule kann statt eines Notenzeugnisses ein Lernentwicklungsgespräch stattfinden, das viele als motivierend und wertschätzend empfinden. Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse erhalten bereits im Januar einen schriftlichen Leistungsbericht als Orientierung vor dem Übertritt.

Schulberatungsstellen und Beratungslehrkräfte können helfen

Auch an Förder- und Mittelschulen sind Lernentwicklungsgespräche möglich. An Gymnasien, Realschulen und Wirtschaftsschulen können die Zwischenzeugnisse bis einschließlich zur achten Klasse durch mindestens zwei schriftliche Mitteilungen zum Leistungsstand ersetzt werden.

Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf können sich Eltern und Schülerinnen und Schüler an die Lehrkräfte, die Beratungslehrkräfte oder die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen der jeweiligen Schule wenden. Darüber hinaus stehen die staatlichen Schulberatungsstellen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit Information von dpa.

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