ARD-DeutschlandTrend im Januar 2026: Sonntagsfrage zur Bundestagswahl
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ARD-DeutschlandTrend im Januar 2026: Sonntagsfrage zur Bundestagswahl

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ARD-DeutschlandTrend: Union nähert sich der 30-Prozent-Marke

ARD-DeutschlandTrend: Union nähert sich der 30-Prozent-Marke

Auch wenn Schwarz-Rot unbeliebt bleibt: In der Sonntagsfrage kann die Union minimal zulegen, liegt im neuen ARD-DeutschlandTrend drei Prozentpunkte vor der AfD. Unterdessen steigt die Zufriedenheit mit der Migrationspolitik der Bundesregierung.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Neues Jahr, veränderte Stimmungslage? Im neuen ARD-DeutschlandTrend gilt das nicht wirklich – bis auf die Bewertung der Migrationspolitik. Bei der Sonntagsfrage gibt es wenig Bewegung: Minimal zulegen kann nur die Union, CDU und CSU kommen zusammen auf 28 Prozent. Dahinter folgt die AfD, die unverändert bei 25 Prozent liegt.

Für die Sozialdemokraten geht es im Vergleich zu Dezember nochmal einen Prozentpunkt nach unten. Aktuell landet die SPD bei 13 Prozent, einen schwächeren Wert hatte sie zuletzt vor gut sechs Jahren. Die Grünen bleiben bei 12 Prozent, die Linke bei 10 Prozent. Wie in den vergangenen Monaten unter der 5-Prozent-Hürde verharren FDP und BSW – mit jeweils 3 Prozent.

Interaktive Grafik: Die Sonntagsfrage seit Januar 2021

Zuwanderung: Wie gut gelingt dem Staat die Kontrolle?

Spürbare Bewegung gibt es im neuen DeutschlandTrend bei der Frage, wie gut dem Staat die Kontrolle über die Zuwanderung gelingt. Aktuell sagen 32 Prozent, also ein Drittel der Befragten: Das gelingt gut oder sehr gut. Das sind 23 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig finden noch immer 61 Prozent: Die Kontrolle über die Zuwanderung nach Deutschland gelingt weniger gut oder schlecht.

Mehrheitlich sagen allerdings nur die Anhänger von Grünen und SPD derzeit: Die Kontrolle, welche und wie viele Zuwanderer in die Bundesrepublik kommen, gelingt gut oder sehr gut. Bei den Unterstützern der Union sieht es mit 53 Prozent eine Mehrheit anders. Glasklar ist das Stimmungsbild bei den AfD-Anhängern: 94 Prozent sagen, die Zuwanderungssteuerung gelinge nicht.

Grafik: Bewertung der Zuwanderungssteuerung

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ARD-DeutschlandTrend im Januar 2026: Bewertung der Zuwanderungssteuerung

Nur 19 Prozent sind mit der Bundesregierung zufrieden

Weiterhin sind viele Wahlberechtigte unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. Während sich lediglich 19 Prozent zufrieden zeigen, geben 78 Prozent der Befragten an, dass sie mit der schwarz-roten Performance weniger oder gar nicht zufrieden sind. Bei den Anhängern der verschiedenen Parteien überwiegt jeweils die Unzufriedenheit: Am knappsten ist es bei Unterstützern der Union (51 Prozent unzufrieden), am deutlichsten bei Unterstützern der AfD (99 Prozent unzufrieden).

Entsprechend groß ist die Zahl der Menschen, die glauben: Schwarz-Rot wird nicht über das Jahr 2026 hinaus bestehen, die Koalition wird scheitern. 45 Prozent gehen von diesem Szenario aus. Dagegen glauben 48 Prozent, dass die Bundesregierung aus Union und SPD in diesem Jahr bestehen bleibt. Vergleichsweise zuversichtlich sind hier die Anhänger der drei beteiligten Parteien: CDU, CSU und SPD.

Grafik: Bleibt Schwarz-Rot 2026 bestehen?

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ARD-DeutschlandTrend im Januar 2026: Bleibt Schwarz-Rot 2026 bestehen?

Außenpolitik: Klare Mehrheit hält US-Angriff für ungerechtfertigt

Während die Bundesregierung sich bisher nicht klar positioniert hat, wie sie den Angriff der USA auf Venezuela bewertet, sind die Meinungen bei den Wahlberechtigten in Deutschland klar verteilt. 72 Prozent sagen: Der US-Angriff und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro war nicht gerechtfertigt. Nur 12 Prozent sehen das andersrum und halten die Militäraktion für gerechtfertigt. 81 Prozent der Befragten befürchten, dass in der Weltpolitik zunehmend das Recht des Stärkeren gilt.

Wie sich Deutschland und die Europäische Union jetzt verhalten sollen? 39 Prozent sind für Zurückhaltung, um US-Präsident Donald Trump nicht zu provozieren. 50 Prozent finden: Die Bundesregierung und die EU sollten sich deutlich gegen das US-Vorgehen in Venezuela aussprechen, auch wenn das Trump verärgern könnte.

Grafik: US-Angriff auf Venezuela

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ARD-DeutschlandTrend im Januar 2026: US-Angriff auf Venezuela

Vertrauen in die USA nur noch sehr gering

US-Präsident Trump kommt in der Bewertung schlecht weg: 12 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, satte 70 Prozent sind gar nicht zufrieden. Dazu passt: Ebenfalls 70 Prozent gehen davon aus, dass sich die Nato-Partner gegenwärtig nicht auf den Schutz der USA verlassen können. Und: Nur noch 15 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland halten die USA für einen Partner, dem man vertrauen kann. Das ist der bislang niedrigste Wert im ARD-DeutschlandTrend.

Deutlich weiter vorne liegen hier Frankreich mit 78 Prozent und Großbritannien mit 74 Prozent. Die Ukraine büßt zwar im Vergleich zum vergangenen Juni deutlich ein, liegt aber mit 40 Prozent immer noch klar vor den USA. Russland vertrauen nur 9 Prozent – signifikant höher ist der Anteil nur bei Anhängern der AfD (30 Prozent).

Grafik: Außenpolitische Partner für Deutschland

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ARD-DeutschlandTrend im Januar 2026: Außenpolitische Partner für Deutschland

Der ARD-DeutschlandTrend

Für den aktuellen ARD-DeutschlandTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 5. bis 7. Januar 2026 insgesamt 1.323 Wahlberechtigte in Deutschland (789 Telefoninterviews und 534 Online-Interviews). Es handelt sich um eine repräsentative Studie unter den Wahlberechtigten in Deutschland.

Infratest dimap weist darauf hin, dass die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl aktuelle Parteipräferenzen misst und kein tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag final abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest.

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