Symbolbild: Zerlegte Schweine hängen im Kühlhaus vom Schlachthof Brand Qualitätsfleisch.
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Symbolbild: Zerlegte Schweine hängen im Kühlhaus vom Schlachthof Brand Qualitätsfleisch.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
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Bund will Videoüberwachung in Schlachthöfen verpflichtend machen

Bund will Videoüberwachung in Schlachthöfen verpflichtend machen

Die Bundesregierung plant die Einführung einer verpflichtenden Videoüberwachung in größeren Schlachthöfen. Diese könne laut CSU-Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer helfen, Verstöße aufzudecken.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Die Bundesregierung will größere Schlachthöfe verpflichten, ihre Anlagen per Video zu überwachen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sagte der "Rheinischen Post" (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt), ein entsprechender Gesetzentwurf werde zeitnah eingebracht. Bereits im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, eine solche Videoüberwachung zu prüfen.

Bislang ist die Videoüberwachung freiwillig. Der CSU-Politiker sieht in einer Videoüberwachung auch ein Qualitätsmerkmal für die Schlachtbetriebe. Sie könne helfen, Verstöße aufzudecken. Kleine Schlachtstätten sollen von der Regelung ausgenommen werden.

Tierschützer sehen kleine, regionale Schlachthöfe kritisch

Tierschützer sehen allerdings eher kleine und auch mittelgroße oder kommunale Schlachthöfe kritisch. Viele der Tierschutz-Skandale der vergangenen Jahre sind in solchen Betrieben aufgedeckt worden. Große Schlachthöfe hingegen hätten in den letzten Jahren freiwillig in mehr Tierschutz investiert, selbst Videoüberwachung eingeführt oder die Architektur der Schlachthöfe so geändert, dass die Tiere dort weniger Stress empfänden.

Immer wieder massive Tierschutzverstöße in Schlachthöfen

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu massiven Tierschutzverstößen in Schlachthöfen. So machte im Sommer 2023 etwa der Schlachthof Aschaffenburg bundesweit Schlagzeilen, weil Tiere dort massiv misshandelt wurden. Heimliche Aufnahmen der Tierschutzorganisation "Soko Tierschutz" zeigten, wie Beschäftigte Schweine und Rinder mit Elektroschockern traktieren und offensichtlich noch lebende Tiere auseinandernahmen.

Zuletzt machte im Sommer dieses Jahr ein Geflügel-Schlachthof im mittelfränkischen Wassertrüdingen Schlagzeilen. Heimlich gefilmte Videos zeigen, wie Arbeiter Hennen misshandelten: Sie schlugen, traten, würgten die Tiere und pressten ihnen mit Gewalt Eier aus dem Körper.

Erneuter Anlauf zur Videoüberwachung

Die Ampelregierung war in ihrer Legislaturperiode damit gescheitert, Videoüberwachung auf Schlachthöfen einzuführen. Im Koalitionsvertrag hatten SPD und Union vereinbart, sie erneut zu prüfen. Damit ließen sich systemische Mängel im Schlachtprozess, wie zum Beispiel mangelhafte Betäubungsgeräte aufdecken.

Mit Informationen von dpa

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