AfD stärker einbinden? 51 Prozent der Deutschen sagen ja
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51 Prozent für stärkere AfD-Einbindung – aber viele sind besorgt

51 Prozent für stärkere AfD-Einbindung – aber viele sind besorgt

Jeder zweite Wahlberechtigte ist der Meinung, die anderen Parteien sollten die AfD künftig stärker einbinden. Das zeigt der "DeutschlandTrend extra" der ARD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Zwei Drittel schauen besorgt auf das Ergebnis.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

64 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland schauen besorgt auf das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Jeder Vierte (24 Prozent) ist "eher erfreut", der Rest zeigt sich gleichgültig: Das zeigt eine Extra-Ausgabe des ARD-DeutschlandTrends. Bei der Wahl wurde die AfD am Sonntag mit 43,8 Prozent klar stärkste Kraft, verpasste aber eine absolute Mehrheit. Der Landesverfassungsschutz in Sachsen-Anhalt stuft den dortigen AfD-Landesverband als gesichert rechtsextrem ein.

Jeder zweite Befragte (51 Prozent) findet, die anderen Parteien sollten die AfD bei der politischen Arbeit künftig stärker einbinden. 45 Prozent wollen das nicht. Gefragt wurde nicht nach Koalitionen, sondern allgemein nach mehr Einbindung. 42 Prozent sind der Meinung, die anderen Parteien gingen unfair mit der AfD um.

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Ansichten zur AfD

Sollte AfD-Spitzenkandidat Siegmund Ministerpräsident werden?

Noch ist unklar, wie es in Sachsen-Anhalt weitergeht – keine Fraktion alleine und auch kein naheliegendes Bündnis verfügt über eine Mehrheit. Womöglich unterstützt das BSW die AfD, das ist aber nicht sicher. 45 Prozent der Wahlberechtigten im Deutschland sind im "DeutschlandTrend extra" der Meinung, nach diesem Ergebnis sollte der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten gewählt werden.

Gleichzeitig sind die Anhänger der meisten anderen Parteien außer der AfD mehrheitlich dagegen. Bei den Unions-Anhängern finden 36 Prozent, Siegmund solle zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Noch weniger sind dafür bei den Unterstützern von Grünen (18 Prozent), SPD (12 Prozent) und Linken (10 Prozent). Insgesamt knapp jeder Zweite (48 Prozent) ist der Meinung, Siegmund sollte nicht zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Zahlen zu den BSW-Anhängern liefert die Umfrage nicht.

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Sollte Ulrich Siegmund Ministerpräsident werden?

Unzufriedenheit trifft vor allem die CDU

Drei Viertel der Wahlberechtigten in Deutschland (76 Prozent) halten einen Denkzettel für die Bundesregierung durch das Wahlergebnis für verdient. 18 Prozent sehen das anders. Nur eine Minderheit von 14 Prozent traut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu, Deutschland gut durch die anstehenden Aufgaben zu führen. 82 Prozent trauen ihm das nicht zu.

Fast neun von zehn Deutschen (88 Prozent) sind mit der Arbeit der Bundesregierung aktuell weniger oder gar nicht zufrieden. Lediglich jeder Zehnte (10 Prozent) ist mit ihr zufrieden. Die Unzufriedenheit trifft besonders die Kanzlerpartei CDU: 63 Prozent der Unzufriedenen ärgern sich am meisten über die Christdemokraten, 22 Prozent über die SPD und 7 Prozent über die CSU.

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Unzufriedenheit mit der Bundesregierung

Reformen umsetzen, ändern oder beerdigen?

Mit Blick auf geplante Sozialreformen wünschen sich 13 Prozent der Deutschen, dass die Reformen etwa in den Bereichen Rente und Gesundheit wie geplant umgesetzt werden. Sechs von zehn Wahlberechtigten (59 Prozent) sprechen sich für Korrekturen an den Reformen aus. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) ist der Meinung, die Bundesregierung sollte ganz auf die Reformen verzichten.

Diskussionen gibt es derzeit unter anderem um die sogenannte Rente mit 63. Bislang können Beschäftigte nach 45 Beitragsjahren vorzeitig in Rente gehen, ohne dass sie Abzüge erhalten. Drei Viertel (74 Prozent) finden, das sollte beibehalten werden – auch wenn dafür Rentenbeiträge erhöht werden müssen. 18 Prozent sehen das anders.

Der ARD-DeutschlandTrend

Für den aktuellen ARD-DeutschlandTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am 7. September 2026 insgesamt 1.051 Wahlberechtigte in Deutschland. Es handelt sich um eine repräsentative Studie unter den Wahlberechtigten in Deutschland.

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