Al Jawf: Rauch steigt nach einem Treffer während der Kämpfe zwischen den Huthi und von Saudi-Arabien unterstützten Truppen auf.
Al Jawf: Rauch steigt nach einem Treffer während der Kämpfe zwischen den Huthi und von Saudi-Arabien unterstützten Truppen auf.
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09.09.2026: Al Jawf: Rauch steigt nach einem Treffer während der Kämpfe zwischen den Huthi und von Saudi-Arabien unterstützten Truppen auf.
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09.09.2026: Al Jawf: Rauch steigt nach einem Treffer während der Kämpfe zwischen den Huthi und von Saudi-Arabien unterstützten Truppen auf.

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Huthi erobern Insel in wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Huthi erobern Insel in wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Die Huthi haben offenbar die Kontrolle über die Schifffahrtsstraße Bab al-Mandab übernommen. Saudi-Arabien bat die USA um Hilfe. Präsident Trump soll abgelehnt haben. Auch die Straße von Hormus bleibt dicht – mit Folgen für den Ölpreis.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach Angaben eines örtlichen Regierungsvertreters eine Insel in der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen und damit die Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsstraße übernommen. Boote mit Huthi-Kämpfern hätten die auch unter dem Namen Perim bekannte Insel Majun erreicht, hieß es. Am Vortag hatten sich demnach Regierungstruppen von dort zurückgezogen. Ein Augenzeuge berichtete, bewaffnete Männer würden "entlang der Küste von Bab al-Mandab Posten beziehen und mit Militärfahrzeugen umherfahren".

Der Nationale Verteidigungsrat der international anerkannten jemenitischen Regierung bat um internationale Unterstützung, um den Vormarsch der Huthi zu stoppen.

Wichtige Schifffahrtsroute

Die Insel Majun liegt am südlichen Ende der Meerenge, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Beide sind Teil einer Schifffahrtsroute, die vom Mittelmeer über den Suezkanal bis in den Indischen Ozean führt und somit den kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Europa und Asien darstellt.

Erst kürzlich hatten die Rebellen die Hafenstadt Mokka eingenommen. Mit den jüngsten Vorstößen kontrollieren die Huthi nun die gesamte Küste des Roten Meeres im Jemen. Von ihren Positionen aus können die Huthi Handels- und andere Schiffe im Roten Meer noch gezielter angreifen als zuvor. Die Huthi hatten dort in den vergangenen Jahren mehrfach Schiffe angegriffen oder gekapert.

Die Huthis hatten sich im März aufseiten des Iran in den Krieg eingeschaltet und im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Die Miliz kämpft gegen die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Teheran unterstützt die Huthi ähnlich wie die Hisbollah im Libanon mit Waffen, Technologie, Fachwissen und auch finanziell. 

Berichte: Saudischer Kronprinz bittet Trump um Hilfe

Zudem eskalierten zuletzt auch die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthis. Saudi-Arabien löste am Donnerstag in der Stadt Chamis Muschait wegen Angriffen der Miliz mehrmals Luftalarm aus.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman soll nach Informationen des Nachrichtenportals "Axios" am Donnerstag zweimal US-Präsident Donald Trump angerufen haben, um ihn zu Luftangriffen gegen die Huthi zu drängen. Trump habe jedoch abgelehnt. Die US-Regierung beabsichtige derzeit nicht, direkt militärisch gegen die Huthis vorzugehen. Eine Stellungnahme der USA und Saudi-Arabiens lag nicht vor.

Kaum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus

Seit Ausbruch des Iran-Kriegs wird die Meerenge Bab al-Mandab als alternative Handelsroute genutzt, um Ausfälle durch die Straße von Hormus etwas zu kompensieren. Dort nahm der Schiffsverkehr weiter ab. Am Donnerstag passierten vorläufigen Daten zufolge sieben Schiffe die Straße von Hormus, nach elf am Vortag. Möglicherweise haben weitere Schiffe ihre Transponder zur Standortermittlung abgeschaltet, um bei der Durchfahrt nicht entdeckt zu werden.

In der Straße von Hormus wurden zudem erneut zwei Schiffe angegriffen. Der Kapitän eines anderen Schiffes habe beobachtet, wie "vier unbekannte Geschosse" die Schiffe getroffen hätten, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. 

Ölpreise steigen

Vor dem Hintergrund der Blockade in der Straße von Hormus und der jüngsten Entwicklung in der Meerenge Bab al-Mandab stiegen die Ölpreise in der Nacht zum Freitag deutlich. Auch die Preise für europäisches Erdgas und die Frachtraten für Öltanker zogen stark an. Raffinerieprodukte wie Diesel verteuerten sich noch stärker, verstärkt durch die Folgen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine.

Golfstaaten planen Treffen in Oman

Die Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormus gehen derweil weiter: Die Außenminister der Golfstaaten wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge am Montag in Oman mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi treffen, berichtete die "Financial Times".

Zudem telefonierte Irans Außenminister im Zuge der Eskalation im Jemen mit Pakistans Armeechef. Dabei hätten Araghtschi und Feldmarschall Asim Munir auf die Notwendigkeit regionaler Koordinierung verwiesen, um einen "dauerhaften Frieden" und "nachhaltige Sicherheit" in der Region zu schaffen, so das iranische Außenministerium. Pakistan versucht seit Monaten, im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln.

Mit Informationen von AFP, dpa, Reuters

Im Video: Jemen-Konflikt - Huthi-Miliz kontrolliert Meerenge

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen kontrollieren offenbar eine Meerenge an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt.
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Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen kontrollieren offenbar eine Meerenge an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt.

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