Symbolbild: Stuttgarter Bahnhof
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Kreise: Bahn verschiebt Start von Stuttgart 21 erneut

Kreise: Bahn verschiebt Start von Stuttgart 21 erneut

Die Fertigstellung des Bauprojekts Stuttgart 21 verzögert sich weiter. Nach SWR-Informationen soll der Tiefbahnhof nicht wie geplant im Dezember 2026 eröffnen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Infoblock am .

Die Fertigstellung des Bauprojekts Stuttgart 21 verzögert sich weiter. Nach SWR-Informationen soll der Tiefbahnhof nicht wie geplant im Dezember 2026 eröffnen. Gründe sind laut Bahn-Chefin Evelyn Palla technische Probleme bei der Digitalisierung und beim Bau. Einen neuen Eröffnungstermin nannte sie nicht. Zuerst berichtete am Mittwoch der "Spiegel" unter Berufung auf Konzernkreise (externer Link; möglicherweise Bezahl-Inhalt).

Kosten bei mittlerweile 11,9 Milliarden Euro

Wegen der Verzögerungen stiegen die Kosten massiv an. Bei Baubeginn waren die Kosten auf drei Milliarden Euro beziffert und die Inbetriebnahme für Ende 2019 anvisiert worden. Mittlerweile schätzt der Verwaltungsgerichtshof die Kosten auf 11,8 Milliarden Euro.

Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur für den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt, sondern für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnhöfe - etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen -, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelröhren, Durchlässe sowie Brücken. 

Im Juli hatte die Bahn noch angekündigt, Stuttgart 21 im Dezember 2026 zumindest teilweise in Betrieb nehmen zu wollen. Der Fernverkehr und ein Teil des Regionalverkehrs sollten ab dann in den neuen Tiefbahnhof fahren, ein Teil des Regionalverkehrs dagegen bis Juli 2027 weiter im alten oberirdischen Kopfbahnhof enden, wie die Deutsche Bahn (DB) damals mitteilte.

Starttermin bereits mehrfach verschoben 

Gebaut wird an dem Projekt bereits seit 2010. Die Inbetriebnahme war bereits mehrfach verschoben worden, zuletzt auf Dezember 2026. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 war man von einer Eröffnung 2019 ausgegangen. 

Die Gründe für die mehrmaligen Verschiebungen sind laut Bahn unterschiedlich: Klagen gegen das Projekt und geänderte Auflagen, etwa beim Brandschutz. Weitere Faktoren für die Verzögerungen seien der "geologisch anspruchsvolle Untergrund im Stuttgarter Stadtgebiet" oder aufwendige Genehmigungsverfahren durch geänderte Gesetze beim Artenschutz.

Stuttgart bundesweit erster komplett digitaler Bahnknoten

Im Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten in Stuttgart zugleich als erster bundesweit komplett digitalisiert. Züge des Fern- und Regionalverkehrs sowie S-Bahnen sollen dann mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS fahren - und zwar nur damit. Klassische Lichtsignale werden im Stuttgarter Bahnknoten nicht mehr verbaut. 

Die Arbeiten gestalten sich aber komplizierter als gedacht, in der Präsentation für die jüngste Sitzung des Lenkungskreises hieß es, die Arbeiten seien weiterhin angespannt. Die umfangreichen Arbeiten für die Digitalisierung führte die Bahn auch als Grund für die vorletzte Verschiebung der Inbetriebnahme auf Dezember 2026 an.

Mit Informationen von dpa.

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