Zweieinhalb Jahre hat die Sanierung der Tunnelkette Werfen auf der A10 Tauernautobahn gedauert und unzählige Urlauber Zeit und Nerven gekostet. Nur ein gutes halbes Jahr nach Ende der Arbeiten hat am 9. Januar im Tunnel Brentenberg zwischen Werfen und Paß Lueg in Fahrtrichtung Salzburg ein Sattelzug gebrannt und massive Schäden angerichtet. Die Sperrung des Abschnitts und die notwendige Umleitung sorgten zeitweise für kilometerlange Staus und stundenlange Wartezeiten. Nun stellt der Autobahnbetreiber Asfinag eine Lösung in Aussicht, die etwas Entlastung erhoffen lässt.
Massive Schäden auf 120 Metern Länge
Nach dem verheerenden Lkw-Brand im Brentenbergtunnel haben Fachleute des österreichischen Autobahnbetreibers Asfinag die Schäden begutachtet und erste Erkenntnisse gewonnen: Auf 120 Metern wurden sämtliche Sicherheitseinrichtungen zerstört. Das Feuer hat außerdem das Tunnelgewölbe und den Einfahrtsbereich der Galerie in Mitleidenschaft gezogen. Immerhin hat die Fahrbahn den Lkw-Brand ohne größere Schäden überstanden.
Die Umfahrungsstrecke auf der B159 ist durch die Sperrung des Tunnels restlos überlastet und die umliegenden Gemeinden Bischofshofen, Pfarrwerfen und Werfen ächzen vor allem unter dem Schwerverkehr. Laut Österreichischem Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) lagen die Wartezeiten zwischen 30 Minuten und drei Stunden.
Einspurige Verkehrsführung soll kommen
In den kommenden Tagen soll das Bauwerk weiter eingehend untersucht werden, um Risiken auszuschließen. Zum Beispiel soll die statische Beschaffenheit des Tunnelgewölbes geprüft werden. Schon jetzt ist der Asfinag aber klar, dass eine einspurige Verkehrsführung die rascheste und somit bestmögliche Lösung für eine Sofortmaßnahme ist.
Wann die Ergebnisse der Überprüfungen vorliegen, kann die Asfinag jedoch bislang nicht sagen und verweist auf ihrer Webseite auf die noch "schwierigen Temperatur- und Witterungsverhältnisse". Man habe aber "bereits sämtliche Ressourcen für diese Maßnahmen beschafft und Fachfirmen sowie Experten vor Ort gebündelt, um intensiv an dieser Lösung zu arbeiten".
Ein brennender Lkw im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn in Salzburg am Freitag, den 9. Januar.
Reinigungsmaßnahmen und Abstützung der Tunneldecke
Laut Asfinag laufen die Arbeiten bereits: Dazu gehören neben Reinigungsarbeiten auch der Einbau von vier jeweils elf Meter langen Stahlträgern, die für die notwendige statische Sicherheit sorgen sollen. Außerdem müsse die durch den Brand zerstörte Verkabelung und Beleuchtung repariert und die provisorische Verkehrsführung eingerichtet werden.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!

