ARCHIV (20.06.2025): Symbolbild Ladendiebstahl - Ein Mann steckt in einem Supermarkt eine Flasche mit einem Alkoholhaltigen Getränk in seinen Rucksack.
ARCHIV (20.06.2025): Symbolbild Ladendiebstahl - Ein Mann steckt in einem Supermarkt eine Flasche mit einem Alkoholhaltigen Getränk in seinen Rucksack.
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Ein Mann steckt in einem Supermarkt eine Flasche mit einem Alkoholhaltigen Getränk in seinen Rucksack (Symbolbild Ladendiebstahl).
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Ein Mann steckt in einem Supermarkt eine Flasche mit einem Alkoholhaltigen Getränk in seinen Rucksack (Symbolbild Ladendiebstahl).

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Neuer Rekordwert: Diebstahl kostet Einzelhandel Milliarden

Neuer Rekordwert: Diebstahl kostet Einzelhandel Milliarden

Alkohol, Kaffee, Rasierklingen – von Jahr zu Jahr wird mehr geklaut in deutschen Geschäften. Die Schäden durch Diebstahl im Einzelhandel sind laut einer Studie auf einen Höchst-Gegenwert von mehr als 4,3 Milliarden Euro gestiegen.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die Schäden durch Diebstahl im deutschen Einzelhandel haben 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Nach einer Studie des Handelsforschungsinstituts EHI wurden Waren im Wert von mehr als 4,3 Milliarden Euro entwendet, ein Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit steigen die Schadenssummen bereits das vierte Jahr in Folge.

Den größten Anteil macht mit rund 3,05 Milliarden Euro der Kundendiebstahl aus. Etwa ein Drittel davon wird organisierten Tätergruppen zugerechnet. Auf Diebstähle durch eigene Beschäftigte der Handelsunternehmen entfallen Schäden von rund 910 Millionen Euro, weitere 370 Millionen Euro gehen auf Personal von Lieferanten und Dienstleistern zurück.

Geschätzte Dunkelziffer bei Diebstählen: 98 Prozent

Zwischen 2020 und 2025 sind die Gesamtschäden um knapp 29 Prozent gestiegen, im Bereich des Kundendiebstahls sogar um mehr als 41 Prozent. Ein Teil dieser Entwicklung wird auf die gestiegene Inflation zurückgeführt, da sich im selben Zeitraum die Verbraucherpreise um über 20 Prozent und die Lebensmittelpreise um rund 35 Prozent erhöht haben.

Registriert wurden im vergangenen Jahr den Angaben zufolge rund 380.000 Ladendiebstähle. Die geschätzte Dunkelziffer - also die geschätzte Zahl nicht erfasster Fälle - beträgt dem EHI aber mehr als 98 Prozent. Das EHI geht davon aus, dass jährlich 24,8 Millionen Diebstahlsdelikte im Einzelhandel unentdeckt bleiben oder nicht angezeigt werden.

Handelsverband fordert konsequentere Strafverfolgung

Der Handelsverband Deutschland sieht insbesondere den organisierten und gewerbsmäßigen Diebstahl als wachsende Herausforderung. Zudem wird eine Zunahme beim sogenannten "einfachen" Ladendiebstahl als problematisch bewertet. Der Verband fordert eine konsequentere Strafverfolgung sowie eine bessere Ausstattung von Polizei und Justiz.

Auch die Präventionsmaßnahmen des Einzelhandels müssten optimiert werden. "Jahr für Jahr gibt die Branche 1,7 Milliarden Euro für Kameraüberwachung, Warensicherung und Sicherheitspersonal aus", betonte HDE-Experte Genth. "Wir brauchen an dieser Stelle die Möglichkeiten für mehr Effektivität." Offene oder auch durch Künstliche Intelligenz unterstützte Videoüberwachung müsste generell möglich sein.

Befragung bei 103 Unternehmen

Für die Untersuchung befragte das EHI 103 Unternehmen mit insgesamt mehr als 21.000 Filialen. Die Betriebe schätzten die Schadensverteilung nach Verursachergruppen und rechneten die Ergebnisse anschließend auf den Gesamtmarkt hoch.

Mit Informationen von dpa und Reuters

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