Ministerium: Auch in Bayerns Gewässern können Kampfmittel auftauchen
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Eine Bazooka aus dem Zweiten Weltkrieg wurde aufgrund des Niedrigwassers bei Koblenz im Rhein gefunden.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Thomas Frey
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Eine Bazooka aus dem Zweiten Weltkrieg wurde aufgrund des Niedrigwassers bei Koblenz im Rhein gefunden.

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Niedrigwasser - auch in Bayern können Kampfmittel auftauchen

Niedrigwasser - auch in Bayern können Kampfmittel auftauchen

An vielen Orten in Europa sind wegen der niedrigen Pegelstände von Flüssen in den letzten Tagen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg aufgetaucht. Das Bayerische Innenministerium warnt davor, sie anzufassen - viele Blindgänger sind noch gefährlich.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Wegen der niedrigen Wasserstände in Flüssen und Seen könnten auch in Bayern alte Kampfmittel freigelegt werden. Gerade im seichten Wasser in Ufernähe könne es zum Sichtbarwerden von Blindgängern kommen, teilte das bayerische Innenministerium auf Anfrage des Evangelischen Pressedienst in München mit. Entsprechende Vorfälle träten deutschlandweit auf (externer Link). Vergangene Woche war im Rhein bei Köln-Deutz durch das Niedrigwasser eine Weltkriegsbombe gefunden worden.

Zahlreiche Blindgänger unter Sedimenten in Flüssen und Seen verborgen

Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg liegen laut einem Ministeriumssprecher vor allem als Blindgänger noch an vielen Stellen im Boden und in Gewässern. Teilweise seien nach Kriegsende Bomben, Granaten und Munitionsreste auch gezielt versenkt worden. Inzwischen seien solche Kampfmittel unter Sedimenten in Seen und Flüssen verborgen und nicht ohne weiteres lokalisierbar. Da sie weiterhin gefährlich sein können, müsse bereits beim Verdacht darauf sofort die Polizei verständigt werden. Die Gegenstände seien unverändert in ihrer Lage zu belassen und sollten nicht berührt werden.

Fälle am Eibsee und an der Paar

In Bayern hatte im August 2022 das Auffinden eines rostigen Phosphorbechers aus dem Zweiten Weltkrieg im Eibsee für Aufsehen gesorgt. Ein Junge hatte den Behälter im seichten Wasser entdeckt und mit in seine Unterkunft genommen. Nach dem Trocknen entzündete sich der Phosphor. Der Junge zog sich Verbrennungen an den Händen zu, als er die rauchende Dose ins Freie bringen wollte.

Vergangene Woche hatte eine Schwimmerin im Fluss Paar im Landkreis Pfaffenhofen den Sprengkopf einer Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und gemeldet. Da der Zünder fehlte, bestand laut Polizei Geisenfeld keine Gefahr für die Bevölkerung. Der Kampfmittelräumdienst entsorgte den Sprengkopf. Aufgrund der niedrigen Pegelstände könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Kampfmittel aufgefunden werden, warnte die Polizei. In einem solchen Fall solle der Fundort großräumig gemieden und andere Personen gewarnt werden.

Mit Informationen von dpa

Im Video: Trockenheit – Heftige Auswirkungen in Bayern

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