Steffen Bilger (r, CDU), Bundesminister für Verkehr, unterhält sich während der Fahrt mit dem RE 7 von Pinneberg nach Kiel mit dem Zugbegleiter Nils Köster Kundenbetreuer im Nahverkehr, zum Thema Sicherheit im Zug und lässt sich eine Bodycam erklären.
Steffen Bilger (r, CDU), Bundesminister für Verkehr, unterhält sich während der Fahrt mit dem RE 7 von Pinneberg nach Kiel mit dem Zugbegleiter Nils Köster Kundenbetreuer im Nahverkehr, zum Thema Sicherheit im Zug und lässt sich eine Bodycam erklären.
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Steigende Gewalt gegen Bahnmitarbeiter - bald härtere Strafen?
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Steigende Gewalt gegen Bahnmitarbeiter - bald härtere Strafen?

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Steigende Gewalt gegen Bahnmitarbeiter - bald härtere Strafen?

Steigende Gewalt gegen Bahnmitarbeiter - bald härtere Strafen?

Die DB Regio hat neue Zahlen zu Übergriffen auf Bahnbeschäftigte im Nahverkehr vorgelegt. Danach hat die Gewalt gegenüber Zugbegleitern und Servicekräften in diesem Jahr weiter zugenommen. Bundesverkehrsminister Bilger will härtere Strafen für Täter.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Allein in der ersten Jahreshälfte ist es zu rund 990 Übergriffen auf Bahnmitarbeitende im Nahverkehr gekommen. Dies ist eine Zunahme um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

Unter den knapp 1.000 Übergriffen im ersten Halbjahr waren demnach 781 Fälle einfacher Körperverletzung wie Schubsen, Greifen und Bespucken, sowie 185 Fälle versuchter Körperverletzung. Schwere Körperverletzungen beispielsweise durch Faustschläge erlitten 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Februar war ein Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle tödlich verletzt worden

Verkehrsminister Bilger will härtere Strafen für Täter

Verkehrsminister Bilger von der CDU sagte in Kiel, die reinen Zahlen, aber auch die Schilderungen der Bahn-Beschäftigten seien erschütternd. "Sicherheit im Zug ist kein Randthema. Sie ist eine Grundvoraussetzung für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr." Bilger kündigte Gespräche in der Regierung an, um auch bei Angriffen gegen Zugbegleiter zu höheren Strafmaßen zu kommen wie schon für Rettungskräfte. 

DB testet zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Die Deutsche Bahn reagiert jetzt mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, zum Beispiel mehr Personal im Zug und Kundenservice. Derzeit werden auch immer mehr Bahnmitarbeitende im Nah- und Fernverkehr mit Bodycams ausgestattet, also kleinen Kameras, die von Zugbegleitern freiwillig genutzt werden können, und mit denen auch Tonaufzeichnungen gemacht werden sollen.

In einer Testphase sollen diese in der Region Rhein-Neckar-Pfalz den Ton in Konfliktsituationen aufzeichnen. Die Maßnahme soll helfen, zu deeskalieren und Straftaten leichter aufzuklären, hofft der DB-Regio-Chef Harmen van Zijderveld und betonte: "Angst hat in unseren Zügen keinen Platz."

Ab 1. Oktober wird die Technik zwei Monate ausprobiert. Danach soll sie bundesweit eingeführt werden. Beschäftigte in Pendlerzügen kontrollieren Fahrscheine und bekommen viel Frust bei Verspätungen ab.

Mit Informationen von dpa

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