Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, der zu den führenden iranischen Oppositionellen im Exil zählt, wird nächste Woche bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Für viele iranische Oppositionelle gilt er als Hoffnungsträger.
Pahlavi kommt nach München, iranische Regierung ausgeladen
Der 65-jährige Reza Pahlavi habe zugesagt, an dem Treffen von Spitzenpolitikern und Sicherheitsexperten im Hotel Bayerischer Hof teilzunehmen. Das wurde aus Veranstalterkreisen bekannt. In diesem Jahr wurde die iranische Regierung erst ein- und dann nach dem gewaltsamen Vorgehen gegen die Protestbewegung mit Tausenden Toten wieder ausgeladen. Zuvor hatte das Auswärtige Amt von einer Einladung abgeraten. Das Treffen findet vom 13. bis 15. Februar statt.
Der in den USA lebende Pahlavi hat die Massenproteste gegen die iranische Führung unterstützt und gilt als bekanntester und einflussreichster iranischer Oppositioneller im Exil. Bilder von ihm werden auch in Deutschland auf Solidaritätskundgebungen für die Protestbewegung im Iran gezeigt. Vergangenes Jahr hatte es noch Vorbehalte gegen eine Einladung Pahlavis nach München gegeben, die zuerst ausgesprochen, dann aber in Rücksprache mit der Bundesregierung "nicht formalisiert" wurde.
Großdemonstration in München geplant
Für den 14. Februar ist in München eine große Demonstration unter dem Titel "Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk" geplant, zu der auch Pahlavi in sozialen Medien aufgerufen hat. Die Veranstalter haben sich zum Ziel gesetzt, 100.000 Teilnehmer zu mobilisieren.
Zur Sicherheitskonferenz werden in diesem Jahr mehr als 60 Staats- und Regierungschefs und fast 100 Außen- und Verteidigungsminister erwartet. Pahlavi hatte bereits 2023 an der Sicherheitskonferenz teilgenommen.
Mit Informationen von dpa
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