Hinrichtungsliege mit Fesseln
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Im US-Bundesstaat Tennessee ist die geplante Hinrichtung einer zum Tode verurteilten Frau mit der Giftspritze gescheitert.
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Im US-Bundesstaat Tennessee ist die geplante Hinrichtung einer zum Tode verurteilten Frau mit der Giftspritze gescheitert.

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Zum Tode verurteilte Frau überlebt Hinrichtung mit Giftspritze

Zum Tode verurteilte Frau überlebt Hinrichtung mit Giftspritze

Im US-Bundesstaat Tennessee ist die geplante Hinrichtung einer zum Tode verurteilten Frau mit der Giftspritze gescheitert. Der Gouverneur von Tennessee setzte den Vollzug von Todesstrafen bis auf Weiteres aus.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Im US-Bundesstaat Tennessee ist die geplante Hinrichtung einer zum Tode verurteilten Frau mit der Giftspritze gescheitert. Die Gefängnisbehörde teilte mit, dass die 50-Jährige die für Mittwochabend angesetzte Vollstreckung der Todesstrafe überlebt habe. Sie sei mit einem Krankenwagen aus dem Hochsicherheitsgefängnis Riverbend in Nashville in ein Krankenhaus gebracht worden. Ihr genauer Zustand war zunächst unklar.

Der Gouverneur von Tennessee setzte den Vollzug von Todesstrafen bis zum Ende aus und ordnete eine Untersuchung an. Die Organisation Death Penalty Information Center (DPIC) bezeichnete Pikes Fall als "den schlimmsten", den sie je verzeichnet habe.

Augenzeugen: "eindeutig sehr lebendig"

Mehrere Augenzeugen berichteten, dass Pike nach dem Verabreichen einer Giftspritze weiter atmete. "Es sieht so aus, als sei das nicht so abgelaufen, wie es hätte ablaufen sollen", sagte der Journalist John North vom Sender WBIR, der bei der Exekution als Zeuge zugegen war. "Als wir das Gebäude verließen, war sie, so weit wir wissen, vermutlich noch am Leben", fügte er hinzu.

Eine Journalistin der Nachrichtenagentur Associated Press, Kim Chandler, sagte dem Sender CBS News, dass Pike zu Beginn der versuchten Hinrichtung noch bei Bewusstsein war. "Irgendwann fragte sie die Vollzugsbeamten, ob sie sich denn so fühlen solle." Nachdem sich die Vorhänge der Todeskammer schlossen, sei zu hören gewesen, wie Pike "laut schnarchte" und "eindeutig sehr lebendig" gewesen sei. Die anwesenden Medienvertreter seien dann aufgefordert worden, den Bereich zu verlassen.

Christa Pike vor 30 Jahren zum Tode verurteilt

Es war der erste Versuch des Bundesstaates seit 200 Jahren, ein Todesurteil an einer Frau zu vollstrecken. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte einen kurz zuvor verhängten Aufschub der Hinrichtung aufgehoben. Die 50-jährige Christa Pike war vor rund 30 Jahren wegen des Mordes an einer Mitschülerin verurteilt worden.

Die Gefängnisbehörde betonte in einer Stellungnahme, alle Schritte des rechtlich vorgeschriebenen und genehmigten Ablaufplans seien eingehalten worden. Die für die Giftspritze verwendete Substanz sei in der Vergangenheit stets wirksam gewesen. Die Vorschriften sähen zudem keine weiteren Maßnahmen für diesen Abend vor.

Mord an 19-jähriger Mitschülerin

Christa Pike war demnach im Januar 1995 im Alter von 18 Jahren an der Ermordung einer 19-jährigen Mitschülerin in Knoxville beteiligt. Zusammen mit ihrem damaligen Freund und einer dritten Person lockte sie das Opfer den Ermittlungen zufolge in ein Waldgebiet, wo sie die Mitschülerin folterten und schließlich töteten. Der Fall hatte Bezüge zum Satanismus und erregte große Aufmerksamkeit in den USA. Christa Pike gestand die Tat und wurde 1996 zum Tode verurteilt. Ihr Freund erhielt eine lebenslange Haftstrafe.

Todesstrafe in USA seit 1976

Nach Angaben der Strafvollzugsbehörde von Tennessee wurde Christa Pike im August 2001 nach einem Angriff auf eine andere Insassin zudem wegen versuchten Mordes verurteilt. In einem Gnadengesuch hatten ihre Anwälte auf schwere Kindheitstraumata, sexuellen Missbrauch und psychische Erkrankungen verwiesen.

Hinrichtungen von Frauen sind in den USA äußerst selten. Seit der Wiederzulassung der Todesstrafe im Jahr 1976 wurden landesweit 1.683 Menschen hingerichtet, darunter 18 Frauen. Zuletzt hatte Tennessee im Mai die geplante Hinrichtung eines Mannes abgebrochen, weil keine geeignete Vene für die Giftspritze gefunden werden konnte.

Zum Audio: Hinrichtung mit Giftspritze gescheitert

Rettungsfahrzeuge treffen bei der Hochsicherheitsanstalt Riverbend ein, nachdem die Hinrichtung von Christa Pike abgebrochen wurde.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/George Walker IV
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Im US-Bundesstaat Tennessee ist die geplante Hinrichtung einer zum Tode verurteilten Frau mit der Giftspritze gescheitert.

Mit Information von Reuters

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