Eine neue BR-Studie zeigt: Die Mehrheit der Deutschen nutzt bereits KI-Tools wie ChatGPT zur Informationssuche. Das verändert das Internet grundlegend – und trifft vor allem Wikipedia und klassische Websites.
Eine neue BR-Studie zeigt: Die Mehrheit der Deutschen nutzt bereits KI-Tools wie ChatGPT zur Informationssuche. Das verändert das Internet grundlegend – und trifft vor allem Wikipedia und klassische Websites.
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Eine neue BR-Studie zeigt: Die Mehrheit der Deutschen nutzt bereits KI-Tools wie ChatGPT zur Informationssuche.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Fernando Gutierrez-Juarez
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Eine neue BR-Studie zeigt: Die Mehrheit der Deutschen nutzt bereits KI-Tools wie ChatGPT zur Informationssuche.

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BR-Studie zeigt: 82 Prozent der Deutschen suchen bereits mit KI

BR-Studie zeigt: 82 Prozent der Deutschen suchen bereits mit KI

Die Art, wie wir im Internet nach Informationen suchen, verändert sich gerade grundlegend. Vor allem für junge Menschen gehört die Suche mit KI längst zum Alltag. Die neue BR-Studie "KI & Search" zeigt, wie das die Spielregeln im Netz verändert.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Wer heute eine Frage hat und im Internet nach einer Antwort sucht, hat die Wahl: eine klassische Suchmaschine fragen und sich durch mehrere Websites klicken – oder einen Chatbot öffnen und in Sekunden eine Antwort bekommen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für die zweite Variante. Die neue Studie "KI & Search" der BR-Medienforschung in Zusammenarbeit mit ARD SEO zeigt nun erstmals, wie weitreichend diese Veränderung bereits ist. Für die repräsentative Erhebung wurden im Oktober 2025 insgesamt 1.200 Personen zwischen 16 und 69 Jahren befragt.

82 Prozent der 16- bis 69-Jährigen in Deutschland haben demnach schon einmal KI-Tools oder KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen zur Informationssuche genutzt. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 94 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das: 47 Millionen Menschen in Deutschland haben KI bereits für die Informationsbeschaffung verwendet.

🎧 Wie verändert KI unser Leben? Und welche KI-Programme sind in meinem Alltag wirklich wichtig? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutieren Gregor Schmalzried, Marie Kilg und Fritz Espenlaub jede Woche in "Der KI-Podcast" – dem Podcast von BR24 und SWR.

ChatGPT dominiert den Markt

Die Entwicklung geht hier schnell. 61 Prozent der Befragten greifen mittlerweile mindestens wöchentlich auf KI-generierte Inhalte zurück. Bei den Jüngeren unter 30 Jahren sind es sogar 87 Prozent – für sie ist die KI-Suche zur Routine geworden.

Das mit Abstand beliebteste Tool ist ChatGPT: 33 Prozent der Befragten nutzen es mindestens wöchentlich. Dahinter folgen Google Gemini mit 21 Prozent, Meta AI mit 16 Prozent und Microsoft Copilot mit 13 Prozent. Auch die "AI Overviews" sind beliebt. Das sind die kurzen KI-generierten Zusammenfassungen, die Google seit Herbst 2025 direkt oberhalb der eigentlichen Suchergebnisse anzeigt. 41 Prozent der Deutschen unter 70 Jahren nutzen diese regelmäßig.

Die "Zero-Klick-Suche"

Die Technologie ändert sich – und damit auch das Verhalten der Nutzer . Immer häufiger sucht man im Netz – und klickt danach nicht einmal auf einen weiterführenden Link. Experten nennen das auch die "Zero-Klick-Suche".

Auch die BR-Studie bestätigt dieses Phänomen: 54 Prozent derjenigen, die KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen nutzen, geben an, bei höchstens der Hälfte ihrer Suchanfragen noch auf weiterführende Links zu klicken. In reinen KI-Tools wie ChatGPT ist der Effekt noch stärker: Hier klicken 75 Prozent der Nutzer bei höchstens der Hälfte ihrer Anfragen auf Links. 44 Prozent tun das sogar "selten oder nie".

Wikipedia und Blogs verlieren am stärksten

Auf klassischen Websites zeigt sich der Effekt besonders stark. Am härtesten trifft es Wikipedia: 29 Prozent der Befragten geben an, die Online-Enzyklopädie seltener zu nutzen, seit es KI wie ChatGPT gibt. Auch Blogs und Foren verzeichnen deutliche Rückgänge: 22 Prozent nutzen sie weniger als früher.

Nachrichtenwebsites sind bislang weniger betroffen. 16 Prozent nutzen die digitalen Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seltener, bei privaten Nachrichtenanbietern sind es 19 Prozent.

Google plant den nächsten Schritt

In den kommenden Monaten dürfte die Situation sich weiter zuspitzen. Seit Oktober 2025 rollt Google seinen neuen "AI Mode" in Deutschland aus – eine erweiterte KI-Suche, die noch stärker auf generierte Antworten setzt. Laut der BR-Studie können sich 15 Prozent der Befragten vorstellen, diesen Modus künftig als Standard-Suche zu nutzen. Weitere 31 Prozent sind zumindest offen dafür, und wollen flexibel zwischen klassischer Suche und KI-Modus wechseln.

Eine kleine Gruppe von KI-Verweigerern gibt es auch – etwa 18 Prozent der Bevölkerung. Sie ist im Schnitt deutlich älter, verfügt über niedrigere Bildungsabschlüsse und steht digitalen Informationsquellen generell skeptisch gegenüber. Nur 13 Prozent dieser Gruppe zeigt sich offen dafür, KI in Zukunft auszuprobieren.

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