Mal ehrlich: Wer eine KI nutzt, nutzt wahrscheinlich immer dieselbe. Für viele ist das OpenAI mit seinem Chatbot ChatGPT. Andere nutzen Googles Gemini, weil es auf dem Smartphone schon integriert ist. Für einfache Fragen reicht das meist auch.
Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Es gibt deutliche Unterschiede – und die entscheiden darüber, wie gut die Ergebnisse wirklich sind.
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Wettkampf um die beste KI
Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant. Kaum setzt sich ein Modell an die Spitze, ziehen andere nach. Auch in letzter Zeit haben sich an einigen Stellen wieder die Plätze getauscht. Das zeigt sich besonders bei Bildern: Lange hat Google Gemini die besten Ergebnisse geliefert.
Doch zuletzt hat ChatGPT stark aufgeholt. Innerhalb weniger Sekunden entstehen inzwischen täuschend echte Bilder – ein Bereich, in dem sich die Konkurrenz derzeit beinahe im Wochentakt überholt. Für Nutzerinnen und Nutzer heißt das: Die "beste" KI gibt es nicht dauerhaft. Es lohnt sich, je nach Aufgabe zu wechseln.
Der Hype um Claude
Während ChatGPT und Gemini oft als Allrounder auftreten, verfolgt Claude von Anthropic einen anderen Ansatz. Claude verzichtet weitgehend auf Spielereien wie Bildgenerierung und konzentriert sich stattdessen auf Textarbeit, Datenanalyse und Programmierung.
Viele beschreiben die KI als eine Art "freundlichen Kollegen": Sie antwortet strukturiert, erklärt ausführlich und eignet sich besonders für komplexe Aufgaben im Arbeitsalltag. Allerdings ist der Einstieg weniger intuitiv. Wer schnelle Antworten sucht, wird mit anderen Chatbots oft schneller fündig. Wer dagegen tiefer arbeiten will – etwa längere Texte strukturieren oder mit Daten umgehen – greift eher zu Claude.
🎧 Wie verändert KI unser Leben? Und welche KI-Programme sind in meinem Alltag wirklich wichtig? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutieren Gregor Schmalzried, Marie Kilg und Fritz Espenlaub jede Woche in "Der KI-Podcast" – dem Podcast von BR24 und SWR.
Deutschland hinkt im KI-Rennen
Wer seine Daten nicht in die USA schicken möchte, sucht nach europäischen Alternativen. Doch die Auswahl ist begrenzt.
Ein deutscher Hoffnungsträger war lange Aleph Alpha aus Heidelberg. Das Unternehmen galt als möglicher europäischer Gegenpol zu den großen US-Konzernen. Doch zuletzt wurde Aleph Alpha an ein kanadisches Unternehmen verkauft – ein Rückschlag für die europäische KI-Strategie.
Als Alternative bleibt unter anderem Le Chat vom französischen Unternehmen Mistral. Der Chatbot ist zwar weniger leistungsstark als die großen US-Modelle, punktet aber mit europäischem Datenschutz.
Welche KI nehme ich wofür?
Die Frage ist also nicht, welche KI die beste ist, sondern: Welche passt zu meiner Aufgabe und zu meinen Wünschen? Suche ich nur eine schnelle Antwort oder möchte ein Bild erstellen, sollte man eher auf ChatGPT oder Gemini setzen.
Wer mit der KI hingegen tiefgreifende Arbeiten durchführen möchte und sich gerne mit dem Modell auseinandersetzt, dafür kommt Claude in Frage. Eine gute Alternative aus Europa bietet Le Chat.
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