Die Meta-KI liest nicht mit – WhatsApp sammelt trotzdem Daten
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Die Meta-KI liest nicht mit – WhatsApp sammelt trotzdem Daten
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Die Meta-KI liest nicht mit – WhatsApp sammelt trotzdem Daten

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WhatsApp-Kettenbrief: Was ist dran an der KI-Warnung?

WhatsApp-Kettenbrief: Was ist dran an der KI-Warnung?

In vielen WhatsApp-Gruppen geht gerade ein Kettenbrief um, der vor der KI von WhatsApp-Mutter Meta warnt. An der Warnung ist wenig dran – aber anderswo sammelt WhatsApp tatsächlich Daten.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Eine unheimlich klingende Nachricht verbreitet sich gerade durch viele WhatsApp-Gruppen. "Ab Samstag wird KI auf WhatsApp verfügbar sein und Zugriff auf alle Unterhaltungen haben", heißt es in dem Kettenbrief. Die künstliche Intelligenz von Meta, also dem Mutterkonzern von WhatsApp, könne dann private Daten sehen: Telefonnummern etwa, und sogar persönliche Informationen vom Handy. Schützen könne man sich nur, wenn Gruppen-Admins schnell den "Erweiterten Datenschutz" aktivieren.

Die Verschlüsselung bleibt bestehen

Wenn man diese Zeilen gerade von besorgten Verwandten geschickt bekommen hat, kann allerdings beruhigt zurückschreiben: Die Warnung ist frei erfunden.

WhatsApp-Chats sind nämlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das bedeutet: Weder Meta noch die hauseigene KI können private Nachrichten mitlesen, auch nicht in Gruppen. Zumindest nicht von alleine. Daran ändert auch die KI-Funktion Meta AI nichts, die seit 2025 nach und nach in den Messenger eingebaut wurde.

Allerdings – ein paar Infos bekommt Meta AI tatsächlich zu sehen. Und zwar dann, wenn Nutzer ihr ihr aktiv Daten schicken: Das tun sie zum Beispiel, wenn sie die KI in einem Chat mit "@Meta AI" ansprechen, ihr direkt eine Frage stellen oder sich Nachrichten zusammenfassen lassen. Erst dann verlassen diese Inhalte den verschlüsselten Pfad und werden auf Meta-Servern verarbeitet.

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Was der "Erweiterte Datenschutz" wirklich kann

Ganz aus der Luft gegriffen ist immerhin der Tipp am Ende des Kettenbriefs allerdings nicht. Der "Erweiterte Chat-Datenschutz" lässt sich für einzelne Chats einschalten und bewirkt drei Dinge: Der Chatverlauf kann nicht mehr exportiert werden, Fotos und Videos landen nicht mehr automatisch auf den Geräten der anderen und Meta-AI-Funktionen sind in dem Chat gesperrt. Beim Aktivieren informiert eine Systemnachricht alle Beteiligten. Laut WhatsApp soll sich so jeder darauf verlassen können, "dass das, was im Chat gesagt wird, den Chat nicht verlässt".

So gesehen ist also doch etwas dran am Kettenbrief. Zwar liest die Meta-KI nur dann Informationen, wenn Nutzer sie ihr aktiv schicken (ähnlich wie bei Chatbots wie ChatGPT auch), aber auch dieses Weiterleiten innerhalb von Gruppen kann man durch die Einstellung verhindern.

Was sammelt WhatsApp wirklich?

Dass die Nachrichten verschlüsselt sind, schützt also Nachrichteninhalte vor Meta. Allerdings: Alles drumherum sammelt WhatsApp weiterhin ein. Telefonnummer, Geräteinformationen und IP-Adresse, dazu Zeitstempel von Nachrichten und Anrufen, Kontaktlisten, Online-Status und Standortdaten. Diese sogenannten Metadaten sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt und können mit anderen Meta-Diensten geteilt werden. Der Konzern beruft sich dabei auf das "berechtigte Interesse" aus der Datenschutzgrundverordnung – eine rechtlich umstrittene Konstruktion. Aus solchen Daten lässt sich erstaunlich viel ablesen: wer mit wem wie oft schreibt, wann jemand online ist und wo er sich aufhält.

Wem das nicht geheuer ist, für den gibt es inzwischen viele Alternativen: Messenger wie Signal und Threema sammeln deutlich weniger Metadaten. Weniger hilfreich wäre aber ein Umzug auf SMS – dort gibt es gar keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Und bei Apples iMessage funktioniert die Verschlüsselung nur, wenn auch das gegenüber die Nachrichten über iMessage versendet.

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