Symbolbild: Ältere Personen mit Getränken am Strand
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Rente: Fast ein Drittel geht vorzeitig in Ruhestand

Rente: Fast ein Drittel geht vorzeitig in Ruhestand

Das deutsche Rentensystem läuft am Anschlag. Ein Rekordstand an Beziehern trifft auf zu wenige Einzahler. Dabei gehen laut der Deutschen Rentenversicherung knapp ein Drittel der Rentnerinnen und Rentner mit Abschlägen vorzeitig in den Ruhestand.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Noch nie haben so viele Menschen in Deutschland eine Altersrente bezogen. Ende vergangenen Jahres waren es rund 19,1 Millionen. Wie die Deutsche Rentenversicherung am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte, belaufen sich die Ausgaben dafür auf 301,4 Milliarden Euro. Dabei geht knapp ein Drittel der Rentnerinnen und Rentner vorzeitig mit Abschlägen in den Ruhestand. Die Zahlen stehen in einem Bericht der Rentenversicherung an die Vertreterversammlung am Mittwoch in Potsdam. Zunächst hatte die "Rheinische Post" aus Düsseldorf darüber berichtet [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt].

Knapp ein Drittel geht fast drei Jahre früher in Ruhestand

Bei rund 30 Prozent aller neu beginnenden Altersrenten seien 2025 Abschläge fällig gewesen. "Im Durchschnitt wurden diese Renten rund 33 Monate vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen", hieß es. Langfristig sei der Anteil von 30 Prozent vorzeitigem Ruhestand indes ein Rückgang: 2011 habe dieser Anteil noch 48 Prozent betragen.

Auch sei damals die Zeitspanne zwischen vorzeitigem Renteneintritt und Regelaltersgrenze mit 36 Monaten länger gewesen als 2025. 2011 habe der Prozess, Altersgrenzen in der Rentenversicherung anzuheben, noch nicht begonnen, hieß es. Mittlerweile wird die Regelaltersgrenze schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Die Rentenabschläge betragen demnach 0,3 Prozent für jeden Monat, um den der Rentenbeginn vorgezogen wird.

Längere Lebensdauer sorgt für Rekordstände

Wegen des steigenden gesetzlichen Renteneintrittsalters sank laut Rentenversicherung die Zahl der Neuzugänge: Rund 926.000 Versicherte hätten 2025 erstmals eine Altersrente erhalten, 1,2 Prozent weniger als 2024. Dass der gesamte Rentenbestand trotzdem steige, liege an der zunehmenden Lebensdauer.

Die Zukunft der Rente ist eines der Themen bei einem Treffen der Spitzen der Koalition mit Gewerkschaften und Arbeitgebern am Mittwochabend im Kanzleramt. Dabei soll ausgelotet werden, inwieweit es eine gemeinsame Sichtweise auf den Reformbedarf in Deutschland gibt. Neben der Rente geht es auch um Steuern, Arbeit, Soziales und Bürokratieabbau. Entscheidungen sind nicht zu erwarten. Die sollen erst in einer Sitzung des Koalitionsausschusses fallen, die für den 1. Juli geplant ist.

Streit um Rentenerhöhungen

Deutschlands Arbeitgeber haben schon einen für sie zentralen Punkt benannt, der bei den Gewerkschaften auf Widerstand stoßen könnte. Sie wenden sich dagegen, dass die Rente trotz mangelnden Wirtschaftswachstums in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen soll und so immer mehr Milliardenkosten verursacht. Die Gewerkschaften stemmen sich unter anderem gegen eine Flexibilisierung der Arbeitszeit. Beim Gewerkschaftstag hatten sie Kanzler Merz (CDU) kürzlich mit Pfiffen und Buhrufen empfangen.

Mit Informationen von epd, AFP und dpa

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